Tempe, Arizona, USA · seit 2009

Pagely

"Reliable Managed WordPress Hosting"

Dedizierte Lösungen Managed WordPress Hosting

Stärken & Schwächen

Was den Hoster auszeichnet

  • Erster Managed-WP-Host (seit 2009 spezialisiert)
  • Enterprise-Grade-Performance auf AWS
  • Multi-Region-Redundanz, eigene PressArmor-Security
  • Dedizierter Account-Manager bei Enterprise
  • 99,9999 % Uptime-Versprechen

Worauf zu achten ist

  • Sehr hohe Einstiegspreise (ab 199 $)
  • Nur Enterprise/Pro-Zielgruppe
  • US-Anbieter (DSGVO via DPA)
  • Nur EN-Support
  • Geld-zurück-Garantie eingeschränkt

Verfügbare Tarife

Features im Detail

WordPress
Managed WordPressinklusive
Staging-Umgebunginklusive
WP-CLIverfügbar
Multisite-Supportja
CDN inklusiveja
Object-Cacheredis
Performance
Webservernginx
PHP-Version8.3
Speicher-TypSSD
HTTP/3 Supportja
Sicherheit & DSGVO
Server-Standort
AVV verfügbarja
ISO 27001ja
DDoS-Schutzja
Auto-Backupja
Ökostromja
Support
24/7ja
SprachenEN
KanäleTelefon · Ticket
WP-Experten-Supportja

Firmenporträt

Pagely ist im Jahr 2009 von dem Ehepaar Joshua und Sally Strebel im US-Bundesstaat Arizona gegründet worden und gilt heute branchenweit als der erste Anbieter von Managed WordPress Hosting überhaupt. Die beiden Strebels betrieben zuvor eine kleine Webagentur in Scottsdale, die sich seit 2003 mit WordPress-Projekten beschäftigte. Aus der Erkenntnis heraus, dass klassisches Shared Hosting für ernsthafte WordPress-Sites schlicht nicht ausreicht, entstand 2009 die Idee, eine Hosting-Plattform anzubieten, die ausschließlich auf WordPress optimiert ist – inklusive Caching, Updates, Sicherheit und Support, die der Hoster übernimmt, statt sie dem Kunden aufzubürden. Damit hat Pagely eine ganze Branche begründet, in der heute Anbieter wie WP Engine, Kinsta, Flywheel oder WP-Media-Brands wie WPVIP konkurrieren. Pagely selbst nimmt für sich in Anspruch, „den Begriff Managed WordPress Hosting erfunden“ zu haben.

Ungewöhnlich war, dass Pagely viele Jahre lang vollständig bootstrapped, also ohne Risikokapital, gewachsen ist. Während ab 2013 zahlreiche neue Mitbewerber mit großem VC-Geld in den Markt drängten, entschied sich Joshua Strebel bewusst gegen Investoren und schraubte stattdessen das Tempo zurück. Statt im Massenmarkt mitzubieten, fokussierte sich Pagely fortan auf wenige, besonders anspruchsvolle Kunden – auf Konzerne, Universitäten, Verlage und Agenturen mit komplexen Anforderungen. Diese Strategie wird in der Szene oft als die „stille Premium-Variante“ zu WP Engine bezeichnet. Zur Kundenliste zählen heute prominente Marken wie Cisco, Warner Bros., VMware, NYU, Experian, Disney, Panasonic, Nginx und HarperCollins.

Im November 2021 wurde Pagely von GoDaddy übernommen. Die finanziellen Konditionen wurden nicht offengelegt. Pagely wird seither als eigenständige Marke innerhalb des GoDaddy-Konzerns weitergeführt, der bereits eine eigene Managed-WordPress-Linie für den Massenmarkt betreibt. Die Übernahme bedeutet für Pagely vor allem Zugang zu Konzernressourcen für globale Skalierung, ohne dass das Premium-Profil aufgegeben würde. Joshua Strebel ist seitdem nicht mehr operativ als CEO aktiv, das Team in Tempe, Arizona arbeitet aber weitgehend autonom weiter. Laut Crunchbase bewegt sich die Mitarbeiterzahl im Bereich von 11–50 Personen – eine bewusst überschaubare Größe, weil das Unternehmen lieber wenige große Kunden eng betreuen als viele kleine bedienen will.

Infrastruktur & Server

Pagely betreibt seine gesamte Plattform exklusiv auf Amazon Web Services (AWS). Diese Entscheidung ist konsequent: Es gibt keine eigenen Rechenzentren, kein Mietgehäuse in Colocation-Räumen, keine Nutzung anderer Cloud-Provider. Pagely versteht sich ausdrücklich als hochspezialisierter „Managed Service Layer“ auf AWS und nutzt dort dezidierte EC2-Instanzen, Aurora-Datenbanken (eine MySQL-kompatible Hochleistungs-DB), CloudFront, Route 53 sowie S3 als Backup-Speicher.

Anders als viele Wettbewerber, die ihren Kunden Container in einem geteilten Cluster verkaufen, setzt Pagely auf das Prinzip der echten Ressourcen-Isolierung. Jeder Kunde erhält dedizierte EC2-Hardware mit fest zugeteilten vCPUs und Arbeitsspeicher. Damit fällt die „Noisy Neighbor“-Problematik, also Schwankungen durch andere Kunden auf demselben Host, weitgehend weg. Für Enterprise-Kunden sind sogar Multi-AZ- und Multi-Region-Deployments möglich, die im Failover-Fall innerhalb weniger Sekunden in eine andere AWS-Region umschalten können.

Pagely ist in mehr als acht AWS-Regionen weltweit verfügbar. Kunden können wählen, ob ihre Site beispielsweise in Frankfurt (eu-central-1), Dublin (eu-west-1), Nordvirginia (us-east-1) oder Tokio (ap-northeast-1) liegen soll. Für DSGVO-Projekte bedeutet das, dass die WordPress-Daten ausschließlich in europäischen AWS-Regionen verarbeitet werden können. Über die Backbone-Netze von AWS ergibt sich automatisch eine sehr niedrige Latenz zwischen Anwendungsserver und Datenbank, und über CloudFront eine schnelle Auslieferung an Endnutzer rund um die Welt.

Eigene Marken-Komponenten wie PressCACHE, PressCDN, PressDNS und PressARMOR liegen wie eine Schicht über dieser AWS-Basis und bilden das, was Pagely „den Pagely-Stack“ nennt. Anwender bekommen davon im Alltag wenig zu sehen – die Dienste arbeiten transparent und werden vom Pagely-Team konfiguriert. Wer will, kann allerdings via SSH, SFTP, Git und WP-CLI tief in die Umgebung eingreifen und CI/CD-Pipelines anbinden.

WordPress-Stack

Der WordPress-Stack bei Pagely ist auf hohe Last und auf moderne Entwicklerworkflows ausgelegt. Als Webserver kommt NGINX zum Einsatz, ergänzt durch PHP-FPM in den jeweils aktuellen PHP-8-Versionen. Pagely zieht regelmäßig auf neue PHP-Versionen nach und unterstützt aktuell PHP 8.1, 8.2 und 8.3 in Produktion. Auf der Datenbankseite läuft entweder MariaDB oder, in den größeren Tarifen, AWS Aurora MySQL – in letzterem Fall mit Read Replicas und Auto-Scaling.

Das Caching ist ein eigenes Kapitel und einer der zentralen Differenzierungspunkte: Mit PressCACHE bietet Pagely ein global verteiltes, NGINX-basiertes Page-Cache-System, das WordPress-Output an DNS-geroutete Edge-Knoten ausliefert. PressCDN ist eine darüberliegende CDN-Schicht auf Basis von AWS CloudFront mit über 200 Points of Presence weltweit. Für statische Assets wie Bilder, CSS, JavaScript und Schriftarten ist das eine sehr leistungsfähige Kombination. Mit PressDNS hat Pagely 2024 zusätzlich einen eigenen DNS-Service mit automatischem Geo-Caching und integrierter Web Application Firewall ausgerollt – ähnlich wie Cloudflare, aber im Pagely-Stack tiefer integriert.

Für Entwickler stehen kostenlose Staging-Umgebungen pro Site bereit, ein-Klick-Klone in beide Richtungen, Git-Push-Deployments und ein integriertes WP-CLI. SSH-Zugang ist auf allen Tarifen Standard, ebenso SFTP. Updates für den WordPress-Core können vollautomatisch oder manuell verwaltet werden. Plugin-Updates lassen sich auf Wunsch ebenfalls in den Auto-Modus schalten, allerdings mit der Empfehlung, vorher visuelle Regression-Tests laufen zu lassen, weil der Hoster naturgemäß nicht jeden Theme-Konflikt vorhersehen kann.

Eine wichtige Eigenheit: Pagely setzt nicht auf einen klassischen Plesk-, cPanel- oder DirectAdmin-Bauchladen, sondern auf das eigene Atomic-Dashboard. Dort werden Sites verwaltet, Plans gewechselt, SSL-Zertifikate ausgestellt, Backups eingespielt und Statistiken eingesehen. Das ist puristisch, aber auch deutlich übersichtlicher als die meisten Konkurrenz-Panels. Man merkt, dass das Dashboard für Profis gedacht ist, nicht für Hobbyisten.

Sicherheit & DSGVO

Sicherheit ist neben Skalierung das wichtigste Verkaufsargument von Pagely. Das eigene PressARMOR-Programm ist keine einzelne Software, sondern ein mehrschichtiges Konzept aus Hardware-Hardening, Netzwerksicherheit, Application Firewall, Intrusion Detection, automatischer Malware-Erkennung und 24/7-Monitoring. Auf Netzwerkebene werden Brute-Force-Versuche, Bot-Scans und bekannte Exploit-Muster bereits am Edge geblockt – also bevor die Anfragen überhaupt PHP oder WordPress erreichen. Hinzu kommt ein dauerhaftes Scanning aller Kundeninstallationen auf bekannte Schwachstellen.

SSL-Zertifikate werden über Let’s Encrypt automatisch ausgestellt, inklusive Wildcard-Support, und automatisch erneuert. Auch eigene Zertifikate lassen sich kostenfrei einbinden. Backups laufen nächtlich, werden 14 Tage in S3 vorgehalten und können bei Bedarf bis zu 30 oder 60 Tage gespeichert werden. Restores sind selbst über das Dashboard möglich oder per Ticket innerhalb von Minuten machbar.

Im Compliance-Bereich kann Pagely SOC 2 Type II vorweisen, GDPR-Konformität ist bei der Wahl einer EU-Region in Frankfurt oder Dublin gegeben. Für US-amerikanische Kunden mit höheren Anforderungen sind HIPAA-konforme Architekturen verfügbar, ebenso PCI-DSS für E-Commerce. Auftragsverarbeitungsverträge (DPA / AVV) werden auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Damit hebt sich Pagely klar von typischen US-Massenanbietern ab, die in diesen Punkten oft nur rudimentär aufgestellt sind.

Für deutsche Kunden ist relevant, dass Pagely bei einer Auswahl von Frankfurt als Standort die Daten ausschließlich in der EU verarbeitet. Ein Restrisiko ergibt sich aus dem Status als US-Unternehmen unter dem CLOUD Act. In der Praxis ist das aber bei AWS-basierten Hostern die Regel und nicht die Ausnahme, weshalb hier eine ausdrückliche datenschutzrechtliche Risikobetrachtung empfehlenswert bleibt – insbesondere bei besonders sensiblen Branchen.

Tarife & Preise (Stand 2026)

Pagely positioniert sich konsequent im oberen Marktsegment. Während die meisten Wettbewerber Einstiegspakete im Bereich von 25–40 US-Dollar pro Monat anbieten, beginnt Pagely heute bei einem mehrfachen davon. Die Preise verstehen sich in US-Dollar pro Monat zuzüglich Steuern.

Tarif Sites Storage / Ressourcen Preis Zielgruppe
StartPress 5 Sites 30 GB SSD ab ca. 99 USD Kleine Agenturen, Einsteiger
DevPress 10 Sites 50 GB SSD ab ca. 199 USD Agenturen, Entwickler-Teams
LitePress 15 Sites 50 GB SSD ab ca. 299 USD Wachsende Agenturen
ProPress 35 Sites 2 vCPU, 4 GB RAM ab ca. 499 USD Mid-Market Business
PowerPress 60 Sites 4 vCPU, 8 GB RAM ab ca. 999 USD Konzerne, große Portale
ScalePress / Enterprise flexibel Custom (Multi-AZ möglich) ab ca. 2.500 USD High-Traffic, Mission-Critical

Für Enterprise-Setups mit dedizierten Account Managern, eigener SLA und Multi-Region-Architektur sind monatliche Kosten im fünfstelligen Bereich nicht ungewöhnlich. Im direkten Vergleich liegt Pagely damit über Kinsta und WP Engine, deren mittlere Tarife schon ab rund 30–60 US-Dollar verfügbar sind. Wer bei Kinsta einen Enterprise-Tarif bucht, landet bei rund 521 US-Dollar pro Monat, bei WP Engine ähnlich. Pagely beginnt sein „wirklich interessantes“ Segment also dort, wo die Konkurrenz endet.

Eine deutsche Niederlassung gibt es nicht, die Abrechnung erfolgt in US-Dollar, eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist für B2B-Kunden hinterlegbar, sodass die Rechnungen ohne US-Sales-Tax erstellt werden können.

Performance

Pagely wirbt mit einer durchschnittlichen Antwortzeit von 211 Millisekunden über alle Kunden hinweg sowie einer durchschnittlichen Last von 1.965 Requests pro Sekunde – Werte, die im realistischen Bereich liegen und nicht aus optimierten Marketing-Demos stammen. Die offiziell beworbene Verfügbarkeit beträgt 99,99 Prozent, intern gibt der Hoster sogar an, seit Mai 2014 eine Uptime von 99,9999 Prozent erreicht zu haben. Das wären rein rechnerisch nur Sekunden Ausfall pro Jahr – ein Wert, der nur in einer echten Multi-AZ-Architektur auf AWS überhaupt seriös darstellbar ist.

In unabhängigen Tests reiht sich Pagely beim „Time to First Byte“ regelmäßig auf Augenhöhe mit Kinsta und WP Engine ein, in einigen Szenarien (insbesondere bei hochfrequentierten REST-API-Aufrufen oder WooCommerce-Checkouts) liegt Pagely sogar leicht vorne. Der Grund ist die konsequente Trennung von Anwendung und Datenbank, die dezidierten EC2-Instanzen sowie das aggressive Object-Caching mit Redis und das Page-Caching via PressCACHE.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil: Pagely fängt Lastspitzen elegant ab. Während andere Hoster bei plötzlichen Traffic-Wellen (etwa nach einem TV-Auftritt oder einem viralen Artikel) Ressourcen erst manuell hochfahren müssen, kann Pagely auf der AWS-Basis innerhalb von Minuten skalieren. In Enterprise-Verträgen ist Auto-Scaling explizit Bestandteil. Damit ist Pagely einer der wenigen Hoster, die einen verlässlichen Black-Friday-Stresstest ohne Einbruch durchhalten – ein Punkt, der für Shops und Verlage wirtschaftlich extrem relevant ist.

Support

Der Support ist Pagelys eigentlicher Trumpf und wird in fast jeder Bewertung als herausragend beschrieben. Das Team sitzt überwiegend in den USA, Support-Tickets und Live-Chat sind 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche verfügbar. Die Antwortgeschwindigkeit liegt nach Pagelys eigenen Statistiken bei rund einer Stunde für 79 Prozent aller Anfragen, die Kundenzufriedenheitsquote (CSAT) bei 99,3 Prozent über sechs Monate gemittelt.

Anders als bei vielen großen Hostern wird das First-Level-Support nicht ausgelagert. Tickets landen direkt bei Engineers, die WordPress, NGINX, PHP und AWS auf Profi-Niveau beherrschen. Eine Eskalation auf „höhere Stufen“ ist im Regelfall gar nicht nötig, weil die Erstkraft bereits Lösungen schreibt, statt sie nur zu suchen. Im Enterprise-Tarif kommen dedizierte Technical Account Manager hinzu, die das Setup eines Kunden in- und auswendig kennen, regelmäßige Reviews durchführen und proaktiv beraten.

Die Sprache ist Englisch. Deutscher Support wird nicht angeboten, was für viele KMU in der DACH-Region eine Hürde darstellt. Wer aber ohnehin auf Englisch arbeitet oder über eine eigene IT-Abteilung verfügt, profitiert von einer Support-Qualität, die in der Branche ihresgleichen sucht. In G2-Reviews wird Pagely beim „Quality of Support“ mit 9,9 von 10 bewertet – einer der höchsten Werte überhaupt.

Was Nutzer berichten

Die öffentliche Wahrnehmung von Pagely ist überwiegend sehr positiv, allerdings auch vergleichsweise klein – Pagely ist kein Massenhoster, dementsprechend gibt es bei Trustpilot oder G2 einen drei- bis vierstelligen Bewertungspool, nicht zehntausende Reviews wie bei Hostinger oder Bluehost. Bei Trustpilot liegt die Bewertung bei 4,7 von 5 Sternen, bei G2 sind es ähnliche Werte mit besonderer Betonung auf Support-Qualität.

Lobend hervorgehoben werden insbesondere drei Punkte: erstens die Tiefe der technischen Expertise im Support-Team, das auch bei sehr individuellen Setups konkrete und kompetente Lösungen liefert. Zweitens die kompromisslose Stabilität – mehrere Kunden berichten, jahrelang keinen ungeplanten Ausfall gehabt zu haben. Drittens die Möglichkeit, in Enterprise-Setups so weit anzupassen, dass Pagely faktisch wie eine eigene DevOps-Abteilung arbeitet.

Kritik richtet sich fast ausschließlich gegen den Preis. Für kleine Sites oder Hobbyisten ist Pagely schlicht zu teuer – das wissen die Strebels, das wissen die Kunden, das wissen die Reviewer. Auf wpjohnny und Reddit finden sich vereinzelt Stimmen, die Pagely als „überflüssig teuer für mittelgroße Projekte“ einstufen, weil ähnliche Performance-Werte bei Kinsta oder Cloudways für deutlich weniger Geld erreichbar seien. Andere kritisieren die fehlende deutsche Sprache und das US-zentrische Marketing.

Auf WHTop ist die Bewertung mit 3,5/10 schwächer ausgefallen, basierend allerdings auf nur vier Bewertungen, was statistisch wenig aussagekräftig ist. Insgesamt verteilen sich die Stimmen klar in zwei Lager: Wer Pagely als Premium-Werkzeug für ernsthafte Projekte versteht, lobt es überschwänglich. Wer einen günstigen Allrounder gesucht hat, fühlt sich am falschen Platz.

Für wen geeignet

Pagely ist eindeutig kein Hoster für Einzelblogger, Vereins-Websites oder kleine Selbstständige. Wer eine Visitenkarten-Site mit fünf Unterseiten betreibt, ist bei Pagely deutlich überausgestattet und überzahlt zweistellig pro Monat für Funktionen, die er nie nutzen wird. Auch typische Mittelstandsprojekte mit 1.000–5.000 Besuchern pro Monat sind bei deutschen oder europäischen Anbietern wie Mittwald, Raidboxes oder Hetzner in der Regel besser aufgehoben – günstiger, mit deutschem Support, mit lokaler Rechnungsstellung.

Pagely ist dort die richtige Wahl, wo eine WordPress-Site geschäftskritisch ist, hohe Last fährt oder besondere Compliance-Anforderungen erfüllen muss. Konkret heißt das: große Verlage, internationale Markenkonzerne, Hochschulen mit zehntausenden täglichen Besuchern, WooCommerce-Shops mit sechs- bis siebenstelligem Jahresumsatz, Agenturen, die eine Plattform für ihre 30 wichtigsten Bestandskunden suchen, und Unternehmen mit einer ausgeprägten DevOps-Kultur, die Git-Deployments, Staging-Klones und CI/CD-Pipelines aktiv nutzen.

Für deutsche Mittelständler, die Frankfurt als Hosting-Standort vorschreiben, deutschsprachigen Support brauchen oder Wert auf eine GmbH als Vertragspartner legen, ist Pagely formell zwar nutzbar, in der Praxis aber selten die wirtschaftlich beste Wahl. Wer hingegen international agiert, ohnehin auf Englisch arbeitet und bereits Erfahrung mit AWS gesammelt hat, bekommt bei Pagely eines der besten Managed-WordPress-Pakete, das aktuell auf dem Markt verfügbar ist.

Fazit

Pagely ist eine bemerkenswerte Erscheinung im Hosting-Markt. Als Erfinder des Managed-WordPress-Hostings hat das Unternehmen eine Branche aufgebaut, in der heute Milliarden umgesetzt werden – und sich gleichzeitig konsequent dem Versuch entzogen, in dieser Branche zum Massenanbieter zu werden. Joshua und Sally Strebel haben aus einer kleinen Agentur in Arizona einen Hoster geformt, der Cisco, Warner Bros., Disney und VMware betreut, ohne jemals Risikokapital aufgenommen zu haben. Diese Geschichte allein verdient Respekt.

Technisch betrachtet liefert Pagely fast alles ab, was man sich von einem AWS-zentrischen Premium-Hoster wünschen kann: dezidierte EC2-Hardware, mehrere AWS-Regionen weltweit (auch Frankfurt für DSGVO), ein eigener Caching-Stack mit PressCACHE und PressCDN, eine ausgereifte Sicherheitsarchitektur namens PressARMOR, automatische SSL-Wildcards, nightly Backups in S3, kostenlose Staging-Umgebungen, SSH, WP-CLI, Git-Deploys und ein integriertes Atomic-Dashboard. Alles davon ist nicht spektakulär neu – die Konkurrenz hat in den letzten Jahren aufgeholt – aber alles ist gleichzeitig professionell zu Ende gedacht und ohne die typischen Schwachstellen großer Konzern-Plattformen.

Der Support ist der eigentliche Star. Engineers, die direkt antworten, kein Outsourcing, Antwortzeiten unter einer Stunde, ein Customer-Effort-Score von 96 und ein NPS von 80 – das sind Werte, die selbst die Konkurrenz neidvoll anerkennt. Wer einmal mit einem Pagely-Engineer ein WordPress-Performance-Problem debuggt hat, versteht, warum die Strebels jahrelang gegen den Trend zur Schnelligkeit auf Qualität gesetzt haben.

Zwei Schwächen bleiben. Die erste ist strukturell: Pagely ist sehr teuer. Wer nicht in der Größenordnung von 500 US-Dollar pro Monat aufwärts denken kann oder will, ist hier am falschen Platz. Die zweite ist regional: Es gibt keinen deutschsprachigen Support, keine deutsche Niederlassung, keine Euro-Rechnungen. Für viele europäische KMU ist das eine Hürde, die in der Praxis bedeutet, dass Pagely eher in den IT-Abteilungen großer Konzerne oder bei spezialisierten Agenturen landet.

Insgesamt ist Pagely einer der besten Managed-WordPress-Hoster der Welt – aber eben nur, wenn man zur richtigen Zielgruppe gehört. Für die richtige Zielgruppe ist es eine fast schon defacto-Wahl. Für alle anderen ist Pagely ein interessanter Benchmark, an dem sich günstigere Anbieter messen lassen müssen.

Note: 8,7 / 10

Was Nutzer berichten

Aggregiert aus Trustpilot, Reddit, Hosttest.de und einschlägigen Test-Blogs · Triangulationsprinzip (≥2 Quellen pro Aussage)

Pagely ist der Pionier des Managed WordPress Hostings und hat sich bewusst auf das Premium- und Enterprise-Segment fokussiert. Technik, Sicherheit und Support sind auf höchstem Niveau, der Preis ist allerdings deutlich über dem Markt. Klare Empfehlung für geschäftskritische, hochfrequentierte WordPress-Projekte – nicht für KMU oder Hobbyisten.

Was Nutzer konsistent loben

  • Erfinder des Managed-WordPress-Hostings (seit 2009)
  • Komplett auf AWS mit dedizierten EC2-Instanzen und Aurora-DB
  • Mehrere AWS-Regionen weltweit, auch Frankfurt für DSGVO
  • Eigene Sicherheitsarchitektur PressARMOR mit WAF und IDS
  • SOC 2, GDPR, HIPAA und PCI-DSS möglich
  • Eigener Caching-Stack: PressCACHE, PressCDN, PressDNS
  • Außergewöhnlicher Support: 24/7 Engineers, kein Outsourcing
  • NPS 80, CES 96, CSAT 99,3 % – Top-Werte der Branche
  • Kostenlose Staging-Umgebungen, Git-Deploys, SSH, WP-CLI
  • Auto-Scaling und Multi-AZ-Failover für Enterprise
  • Premium-Kundenliste: Cisco, Warner Bros., Disney, VMware, NYU

Was Nutzer kritisieren

  • Preise weit über Marktdurchschnitt (Einstieg ab 99 USD, Enterprise ab 2.500 USD)
  • Kein deutscher Support, nur englischsprachig
  • Keine deutsche Niederlassung und keine Euro-Rechnungen
  • Für KMU und kleine Sites deutlich überausgestattet
  • Reine US-Firma (CLOUD Act) trotz EU-AWS-Regionen
  • Geringe Anzahl an öffentlichen Reviews (Nischenanbieter)
  • Seit GoDaddy-Übernahme 2021 nicht mehr unabhängig
  • Atomic-Dashboard ohne klassische Panels wie cPanel/Plesk
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