Friedersdorf, Sachsen, Deutschland · seit 1998

ALL-INKL.COM

"Webhosting · Domains · Server"

Dedicated Server Shared Hosting
ab € 4,95 / Monat
Zum Anbieter →

Stärken & Schwächen

Was den Hoster auszeichnet

  • Sehr stabiler deutscher Hoster mit langer Tradition
  • Hervorragender Telefon-Support 24/7
  • Eigenes RZ in Deutschland, AVV, DSGVO-konform
  • Monatlich kündbar, 3 Monate gratis testen
  • Top Preis-Leistung mit unbegrenzten WP-Installationen

Worauf zu achten ist

  • Kein Managed-WordPress-Setup (kein Auto-Update, kein WP-CLI per Default)
  • Kein Staging-Tool out-of-the-box
  • Kein integriertes CDN / Redis
  • Backups nur via Support, kein Self-Service-Backup-UI

Verfügbare Tarife

Privat
€ 4,95 / Monat
Speicher50 GB
Domains3
Zum Tarif
PrivatPlus
€ 7,95 / Monat
Speicher100 GB
Domains5
Zum Tarif
Business
€ 12,95 / Monat
Speicher250 GB
Domains10
Zum Tarif
Premium
€ 19,95 / Monat
Speicher500 GB
Domains15
Zum Tarif

Features im Detail

WordPress
Managed WordPressnein
Staging-Umgebungmanuell
WP-CLInein
Multisite-Supportja
CDN inklusivenein
Object-Cacheredis
Performance
Webserverapache
PHP-Version8.3
Speicher-TypSSD
HTTP/3 Supportnein
Sicherheit & DSGVO
Server-Standort🇩🇪 DE
AVV verfügbarja
ISO 27001nein
DDoS-Schutzja
Auto-Backupja
Ökostromja
Support
24/7nein
Sprachen
Kanäle
WP-Experten-Supportnein

ALL-INKL.COM aus dem sächsischen Friedersdorf gehört zu den dienstältesten und gleichzeitig leisesten Hostern Deutschlands. Wer in einschlägigen Foren nach dem Anbieter sucht, stolpert immer wieder über dieselben drei Begriffe: zuverlässig, günstig, alt­modisch. Dieser Test schaut hinter die Fassade des Familien­unternehmens von René Münnich, prüft Tarife, Infrastruktur, WordPress-Tauglichkeit und gleicht das Marketing­versprechen mit den realen Erfahrungen aus 25 Jahren Betrieb ab.

Firmenporträt

Hinter der Marke ALL-INKL.COM steht die Einzelfirma Neue Medien Münnich mit Sitz in der Hauptstraße 68 in 02742 Friedersdorf, einem Ortsteil von Neusalza-Spremberg in der Oberlausitz, rund 90 Kilometer östlich von Dresden und unmittelbar an der tschechischen Grenze. Inhaber und Gründer ist René Münnich, Jahrgang 1972, der das Unternehmen 1998 als Schüler­projekt rund um die Vermietung von Webspace startete. 2000 firmierte er die Tätigkeit offiziell als gewerbliches Einzel­unternehmen, seitdem trägt das Geschäft den heutigen Namen.

Münnich ist eine in Deutschland eher seltene Mischung aus IT-Unternehmer und Profi-Rallyefahrer. Parallel zum Hosting-Geschäft startet er seit Jahren in der Rallycross- und Tourenwagen-Szene, was dem Unternehmen einerseits eine ungewöhnliche Sichtbarkeit im Motorsport beschert, andererseits aber den Wert „Inhabergeführt“ besonders glaubwürdig macht. Es gibt keine Investoren, keine Holding-Struktur und kein Private-Equity-Kapitel im Lebenslauf. Die Firmierung „Neue Medien Münnich, Inh. René Münnich“ bleibt seit über zwei Jahrzehnten unverändert.

Der Standort Friedersdorf ist bewusst gewählt: günstige Gewerbeflächen, niedrige Lebens­haltungs­kosten und eine starke Bindung an die Region sorgen für stabile Personal­verhältnisse. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 80 bis 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die meisten von ihnen vor Ort in der Verwaltung, im Support und in der Technik. Die genaue Zahl variiert je nach Quelle und Jahr; öffentlich dokumentiert ist eine Spannweite von 80 Mitarbeitenden in der Zentrale plus zusätzliches Personal im Rechenzentrum Dresden.

ALL-INKL.COM betreut nach eigenen Angaben über 1,8 Millionen Domains, mehr als 5 Millionen E-Mail-Postfächer und etwa 150.000 gewerbliche Kunden – plus eine deutlich größere Zahl an Privat­kunden, deren Anteil das Unternehmen auf rund zwei Drittel beziffert. Damit gehört ALL-INKL.COM zu den zehn größten Webhostern in Deutschland. Die Kunden­ansprache erfolgt vorrangig auf Deutsch und Englisch; das Kontroll­panel KAS und die Dokumentation sind in beiden Sprachen verfügbar, weitere Sprachen sind nicht offiziell unterstützt.

Infrastruktur & Server

Der wohl wichtigste Stützpfeiler des Anbieters sind die eigenen Rechenzentren in Dresden. ALL-INKL.COM mietet keine Cloud-Kapazitäten bei Hyperscalern an, sondern betreibt die komplette Hardware in Eigenregie. Auf einer Fläche von über 800 Quadratmetern bestehen Reserven für mehr als 15.000 Server, aktuell sind nach Unternehmens­angaben rund 6.000 bis 15.000 Maschinen produktiv. Die Rack-Systeme sind teilweise eigene Entwicklungen, die auf maximale Packungs­dichte und thermische Effizienz ausgelegt sind.

Beim Storage setzt ALL-INKL.COM auf eine Kombination aus klassischen SAS-Festplatten in den großen Speicher­tarifen und SSDs in den Performance-orientierten Paketen. In den älteren Privat-Tarifen kommt teilweise noch HDD-Speicher zum Einsatz – ein Punkt, der in Tests immer wieder bemängelt wird. Premium- und Business-Pakete sowie sämtliche Managed-Server laufen auf SSDs. Die Web­server­software ist Apache 2.4 mit nginx als Reverse-Proxy für statische Inhalte; ein vollständiger nginx-Stack oder LiteSpeed wird nicht angeboten.

Ein eigenes CDN gibt es nicht, allerdings unterstützt der Anbieter problemlos die Anbindung externer Dienste wie Cloudflare oder bunny.net. Die Anbindung der Datacenter erfolgt über mehrere Carrier mit redundanten Hochleistungs­leitungen; konkrete Angaben zur Gesamt-Bandbreite oder zum BGP-Setup sind öffentlich nicht dokumentiert. Auch ein offiziell beziffertes SLA mit Uptime-Garantie existiert nicht. ALL-INKL.COM verspricht stattdessen eine „branchenübliche Verfügbarkeit“ und gewährt im Störungsfall keine vertraglich fixierten Service-Gutschriften – ein deutlicher Unterschied zu Enterprise-Hostern.

Die Strom­versorgung erfolgt zu 100 Prozent aus Wasserkraft, zertifiziert nach den Kriterien des TÜV SÜD. USV-Anlagen und Diesel-Generatoren puffern bei Netzausfällen, die Klima­tisierung ist redundant ausgelegt. Brandschutz wird über Argon-basierte Lösch­anlagen sichergestellt, Zugangs­kontrolle erfolgt mehrstufig per Karte und biometrischer Identi­fikation. Ein 24/7-Service­techniker-Team überwacht die Hardware; die Datacenter sind nicht öffentlich besichtigbar.

WordPress-Stack

Für eine WordPress-Installation bietet ALL-INKL.COM einen technisch soliden, wenn auch nicht spektakulären Stack. PHP wird parallel in mehreren Versionen bereitgestellt – derzeit 7.4 (Legacy), 8.0, 8.1, 8.2, 8.3 und 8.4 (Stand 2026). Die Version lässt sich pro Domain im KAS-Panel umschalten, separat für Web­server und CLI/SSH. Letzteres ist wichtig: Standard­mäßig läuft die SSH-Shell mit einer älteren PHP-Version, was beim Einsatz von WP-CLI zu Inkompatibilitäten führen kann. Die Lösung erfolgt über Symlinks oder Aliase in der ~/.user_bashrc.

Die Datenbank­basis ist MariaDB 10.11, das gegen MySQL kompatibel ist und für WordPress-Standard­installationen mehr als ausreichend performt. Das Limit liegt je nach Tarif zwischen 5 Datenbanken (Privat) und 100 Datenbanken (Business). phpMyAdmin steht in aktueller Version zur Verfügung, ein direkter Remote-Zugriff via TCP/3306 ist aus Sicherheits­gründen nicht möglich – Verbindungen laufen ausschließlich über localhost oder via SSH-Tunnel.

SSH-Zugang ist erst ab dem Premium-Tarif (€ 9,95/Monat) enthalten. Wer ernsthaft mit WordPress arbeitet, sollte deshalb mindestens diesen Tarif buchen. Auf den Servern ist WP-CLI vorinstalliert (Pfad: /usr/bin/wp), so dass Updates, Plugin-Installationen, Datenbank-Operationen und Suchen-Ersetzen-Aktionen direkt von der Konsole laufen. Die SSH-Authentifizierung erfolgt wahlweise per Passwort oder Public-Key.

Einen offiziellen Software-Installer gibt es im KAS-Panel: WordPress, Joomla, TYPO3, Nextcloud und etwa 20 weitere Anwendungen lassen sich per Klick einrichten. Die WordPress-Version wird beim Installieren auf den aktuellen Stand gezogen, ein automatisiertes Update-Management durch ALL-INKL.COM existiert allerdings nicht. Auto-Updates müssen entweder über WordPress selbst (wp-config.php) oder über externe Tools (ManageWP, MainWP) abgewickelt werden. Ein dediziertes „Managed WordPress“-Produkt mit serverseitigem Object-Cache, vorinstalliertem Caching-Plugin oder Staging-Umgebung gibt es bei ALL-INKL.COM nicht – einer der häufigsten Kritikpunkte gegenüber spezialisierten Anbietern wie Raidboxes oder Kinsta.

Sicherheit & DSGVO

ALL-INKL.COM positioniert sich konsequent als deutscher Hoster mit deutschem Datenschutz. Sämtliche Kundendaten liegen ausschließlich in den Dresdner Datacentern, eine Replikation außerhalb der EU findet nicht statt. Damit erfüllt der Anbieter die zentrale DSGVO-Anforderung an den Verarbeitungs­ort. Eine Auftrags­verarbeitungs­vereinbarung (AVV) nach Art. 28 DSGVO ist seit dem 18. Juli 2022 automatisch Bestandteil jedes Vertrags; ältere Kundinnen und Kunden können den AVV im Kunden­login nachträglich abschließen. Die TOM (technische und organisa­torische Maßnahmen) sind dort dokumentiert.

Eine ISO 27001-Zertifizierung der Rechenzentren oder des Unternehmens ist öffentlich nicht dokumentiert. Andere große deutsche Hoster wie IONOS oder Hetzner werben offen mit ISO 27001; ALL-INKL.COM hält sich hier bedeckt. Das schließt nicht aus, dass die einzelnen Datacenter-Betreiber zertifiziert sind, lässt sich aber von außen nicht belegen.

Die Backup-Strategie trägt den internen Namen KIM (Kunden-Adminis­trations- und Infor­mations-Manage­ment). Webspace-Daten werden in zwei Generationen gehalten: ein Backup, das maximal zwei Wochen alt ist, plus ein zweites, das maximal vier Wochen alt ist. Datenbanken werden granularer gesichert – jeweils ein Stand vom Vortag, einer aus den letzten 5 bis 8 Tagen und einer aus 9 bis 12 Tagen. In den Business- und Server-Tarifen sind tägliche Backups mit längerer Vorhalte­zeit verfügbar. Die Wieder­herstellung erfolgt über das KAS-Panel, allerdings nicht selbst­bedienbar in jedem Fall – bei größeren Restores muss der Support kontaktiert werden, was als Schwäche gegenüber Wettbewerbern mit Self-Service-Restore zählt.

SSL-Zertifikate stehen über Let's Encrypt automatisiert für jede Domain und Subdomain bereit, die Aktivierung erfolgt im KAS-Panel mit wenigen Klicks. Wildcard-Zertifikate sind ab dem Business-Tarif verfügbar. Eine WAF (Web Application Firewall) auf Server-Ebene gibt es nicht; gegen Spam und Schad­software arbeitet ALL-INKL.COM mit eigenen Filtern auf der Mail- und Webserver-Ebene. Malware-Scans auf Kundendateien werden serverseitig nicht angeboten – der Schutz vor verseuchten WordPress-Installationen liegt vollständig in Kunden­hand.

Beim Thema Nachhaltigkeit fährt der Anbieter eine klare Linie: Strom aus 100 Prozent Wasserkraft mit TÜV-SÜD-Zertifizierung, Reinvestition in energieeffiziente Hardware, langlebige Server-Generationen und konsequenter Verzicht auf fossile Brücken­technologien beim Energiebezug.

Tarife & Preise (Stand 2026)

ALL-INKL.COM verzichtet auf das in der Branche übliche Lockangebot mit anschließender Preis­verdopplung. Es gibt keine Mindest­vertrags­laufzeit, der erste Monat ist kostenfrei, gekündigt werden kann monatlich. Die Tarif­preise gelten dauerhaft; Setup-Gebühren entfallen.

Tarif Preis (€/Monat) Speicher Domains E-Mail Datenbanken SSH
Privat 4,95 50 GB 3 inklusive 500 Postfächer 5 nein
Privat Plus 7,95 100 GB 5 inklusive 1.000 Postfächer 25 nein
Premium 9,95 250 GB 10 inklusive 2.000 Postfächer 50 ja
Business 24,95 500 GB 20 inklusive 5.000 Postfächer 100 ja

Sämtliche Tarife enthalten unbegrenzten Traffic, Apache mit modphp, Perl/Python-Support, IMAP/POP3, SpamAssassin, das KAS-Panel sowie Let's-Encrypt-SSL. Ab dem Privat-Plus-Paket gibt es 24-Stunden-Support per Telefon, ab Premium kommt SSH/SFTP plus WebDisk hinzu. Der Business-Tarif fügt Wildcard-SSL, einen dedizierten Support-Kanal sowie höhere Limits bei Cron-Jobs und PHP-Memory hinzu.

Für anspruchs­vollere Projekte stehen Managed Server in vier Größen bereit – L, XL, XXL und XXXL. Die Einstiegs­variante kostet rund € 39 pro Monat, die Top-Variante über € 199. Alle Managed Server laufen auf NVMe-SSDs, mit 32 GB bis 128 GB RAM und dedizierten Xeon- oder EPYC-Prozessoren. Die Verwaltung erfolgt weiterhin über KAS, das Betriebs­system und die kritischen Sicherheits-Patches verantwortet ALL-INKL.COM. Root-Zugriff gibt es nicht; wer den braucht, muss zu klassischen Root- oder Cloud-Servern bei Hetzner oder netcup wechseln.

Server-Tarif Preis (€/Monat ab) RAM Speicher Geeignet für
Managed L 39 16 GB 500 GB SSD WordPress-Multisite, mittlere Shops
Managed XL 69 32 GB 1 TB SSD WooCommerce, Magento Light
Managed XXL 119 64 GB 2 TB SSD große Shops, Membership-Sites
Managed XXXL 199 128 GB 4 TB SSD Enterprise-Workloads

Eine Besonderheit, die im Marktvergleich auffällt: die Bezahlung erfolgt aktuell ausschließlich per SEPA-Lastschrift. Kreditkarte und PayPal sind nicht möglich – ein bewusster Verzicht des Inhabers, der die Gebühren externer Zahlungs­dienstleister vermeiden will, der aber Kunden außerhalb des SEPA-Raums effektiv ausschließt.

Performance

Performance-Tests externer Portale zeichnen ein konsistentes Bild: ALL-INKL.COM liefert solide Standard-Werte, ohne in irgend­einer Disziplin zu glänzen. Die durchschnittliche TTFB liegt nach Messungen von webhostingvergleich.eu und experte.de bei rund 200 Millisekunden für statische Inhalte und 350 bis 600 Millisekunden für dynamische WordPress-Seiten ohne Caching. Die Stabilität ist dabei der eigentliche Star – die Standard­abweichung ist gering, Lastspitzen werden nahezu unsichtbar abgefangen.

Ein Lighthouse-Score hängt naturgemäß stark von Theme, Plugins und Bildoptimierung ab; reine Server­werte mit einem schlanken Test-Theme erreichen typischerweise 90+ Punkte im Performance-Bereich. Die Schwäche zeigt sich bei dynamischen, ungecachten Workloads: Da ALL-INKL.COM kein serverseitiges Object-Caching (Redis, Memcached) und auch keinen integrierten Page-Cache anbietet, muss sämtliches Caching auf WordPress-Ebene erfolgen. WP Rocket, W3 Total Cache, LiteSpeed Cache (Crawler-Modus) oder Cache Enabler funktionieren tadellos, sind aber Pflicht für ernsthafte Geschwindigkeit.

Die Verfügbarkeit liegt nach unabhängigen Messungen über die letzten 12 Monate bei rund 99,9 Prozent. Drei dokumentierte Server­ausfälle in diesem Zeitraum, der längste am 28. Dezember 2025 mit 47 Minuten Ausfall, sind branchen­üblich. Eine vertraglich zugesicherte Uptime gibt es allerdings nicht.

HTTP/2 und HTTP/3 (QUIC) sind aktiviert, IPv6 ist standardmäßig nicht für alle Tarife verfügbar – vor allem im DNS-Setup fehlt teilweise der AAAA-Record-Support. DNSSEC wird ebenfalls nicht aktiv beworben und ist nur eingeschränkt verfügbar. Beides sind technische Defizite, die für anspruchs­volle Sites Auswirkungen haben können, für die meisten Standard-Sites aber irrelevant bleiben.

Support

Der Support ist die wohl am häufigsten gelobte Disziplin von ALL-INKL.COM. Erreichbar ist das Team 24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche – telefonisch, per E-Mail und über das Ticket-System im KAS-Panel. Ein Live-Chat existiert nicht; das passt zur eher klassischen Service-Philosophie des Anbieters. Die Sprachen sind Deutsch und Englisch.

Die Reaktions­zeiten liegen nach Erfahrungs­berichten typischer­weise zwischen wenigen Minuten und einer Stunde. Telefonisch wird oft beim ersten Klingeln abgenommen – ein Service-Niveau, das im deutschen Webhosting-Markt selten geworden ist. Die Mitarbei­tenden gelten als technisch versiert, sprechen Klartext und greifen bei kniffligen Fällen auch direkt selbst in den Server ein.

Negativ fällt auf, dass der Support bei sehr speziellen Themen – etwa komplexen Migrationen oder ungewöhnlichen DNS-Setups – auf Standard­antworten zurück­greifen kann. Bei tiefer­greifenden WordPress-Problemen verweist der Support korrekt auf die Anwender­verantwortung; eine inhaltliche WordPress-Beratung wie bei Managed-WordPress-Anbietern gibt es nicht.

Ergänzend gibt es eine umfangreiche Wissens­datenbank in deutscher Sprache mit hunderten Anleitungen zu KAS-Funktionen, PHP-Konfiguration, Datenbank-Backups, E-Mail-Setup und WordPress-Themen. Die Texte sind nüchtern, präzise und richten sich an ein technisch interessiertes Publikum.

Was Nutzer berichten

Die Bewertungen aus mehreren unabhängigen Quellen ergeben ein bemerkenswert konsistentes Bild. Auf Trustpilot erreicht ALL-INKL.COM rund 4,0 von 5,0 Punkten, auf erfahrungen.com liegt der Schnitt bei 4,7 von 5,0 aus über 2.394 Bewertungen, und auf trusted.de wird der Anbieter mit 4,9 von 5,0 Sternen geführt. Google bewertet die Filiale in Friedersdorf mit 4,3 von 5,0.

Besonders häufig gelobt werden:

  • Der schnelle, kompetente und freundliche Support, der per Telefon meist sofort erreichbar ist.
  • Das stabile Preis-Leistungs-Verhältnis ohne Lockvogel-Tricks und mit echter monatlicher Kündbarkeit.
  • Die langjährige Stabilität – viele Bewertende sind seit 10, 15 oder über 20 Jahren Kunde.
  • Die saubere E-Mail-Infrastruktur mit hohen Postfach-Limits und zuverlässigen IMAP-Servern.
  • Die Tatsache, dass alle Daten in Deutschland liegen und die DSGVO-Anforderungen sauber umgesetzt sind.

Wiederkehrende Kritik gibt es an mehreren Stellen:

  • Die Benutzer­oberfläche KAS wirkt optisch wie aus den späten 2000er-Jahren, ist nicht intuitiv und erfordert viele Klicks.
  • IPv6-Support fehlt teilweise, DNSSEC ebenfalls.
  • Es gibt keine Staging-Umgebung, kein automatisches Caching, kein integriertes WordPress-Management.
  • Self-Service-Restore von Backups ist nicht in allen Fällen verfügbar.
  • Bezahlung ist auf SEPA-Lastschrift beschränkt – kein PayPal, keine Kreditkarte.
  • SSDs sind in den Einstiegs­tarifen nicht garantiert.

Ein Reddit-Diskurs aus den letzten Jahren bestätigt das Bild: ALL-INKL.COM gilt als „der zuverlässige, preiswerte, aber unspektakuläre Hoster für Leute, die wissen, was sie tun“. In Foren wie hosttalk.de, im Tech-Subreddit r/de und in selbständig-im-netz.de wird der Anbieter regelmäßig empfohlen, wenn jemand einen günstigen, soliden Allround-Hoster ohne Marketing-Geräusch sucht.

Für wen geeignet

Ideal für:

  • Selbständige, Vereine, kleine Agenturen und Freelancer mit überschaubaren WordPress-Projekten.
  • Multidomain-Setups: 10 oder 20 Domains für € 9,95 oder € 24,95 pro Monat ist marktweit kaum zu schlagen.
  • E-Mail-intensive Setups mit hunderten oder tausenden Postfächern.
  • Langzeit-Hosting ohne Lust auf jährliches Tarif­jonglieren – die Preise bleiben stabil.
  • Datenschutz-sensible Projekte (Behörden, Vereine, medizinische Praxen) dank ausschließlicher Datenhaltung in Deutschland.
  • Technisch versierte Anwenderinnen und Anwender, die SSH und WP-CLI nutzen wollen, ohne in den Managed-Server-Bereich zu wechseln.

Eher nicht für:

  • Hochfrequentierte Online-Shops oder Membership-Sites mit massiven dynamischen Workloads – ohne Object-Cache und Staging fehlen wichtige Bausteine.
  • WordPress-Einsteiger, die Hand-Holding, automatisches Caching, Auto-Updates und Staging-Umgebungen erwarten.
  • Internationale Projekte mit globalem CDN-Bedarf – ein eigenes CDN gibt es nicht.
  • Designorientierte Nutzerinnen und Nutzer, die ein modernes, aufgeräumtes Admin-Panel erwarten – das KAS bleibt funktional, aber unmodern.
  • Kunden außerhalb des SEPA-Raums – die Zahlung per Lastschrift ist Pflicht.
  • Projekte, die ein vertraglich zugesichertes SLA mit Verfügbarkeits­garantie und Service-Gutschriften benötigen.

Fazit

ALL-INKL.COM ist ein Anbieter, der sich seit über 25 Jahren konsequent treu bleibt – mit allen Stärken und Schwächen, die das mit sich bringt. René Münnich hat aus einem Schüler­projekt einen der größten inhabergeführten Hoster Deutschlands gemacht, ohne den Charakter des Familien­unternehmens zu verlieren. Diese Konstanz spürt man in jedem Detail: keine Übernahme­welle, keine Re­branding-Aktion, keine plötzlich verdoppelten Tarif­preise nach dem ersten Vertragsjahr. Wer 2008 Kunde wurde, zahlt 2026 ähnliche Preise und bekommt ein Produkt, das sich evolutionär weiter­entwickelt hat.

Technisch befindet sich der Anbieter in einer interessanten Mittel­position. Auf der einen Seite stehen vorbildliche Werte: eigene Datacenter in Dresden, 100 Prozent Ökostrom, ausschließliche Daten­haltung in Deutschland, umfangreiche Backups, ein 24/7-Telefon-Support mit echter Kompetenz und ein hochstabiler Mail-Stack. Auf der anderen Seite stehen Defizite, die ein moderner WordPress-fokussierter Hoster eigentlich nicht mehr haben sollte: keine Staging-Umgebung, kein server­seitiger Object-Cache, kein integrierter Page-Cache, keine vollständige IPv6-Unterstützung, keine DNSSEC-Einbindung, ein Admin-Panel im Look der späten 2000er und das Fehlen einer öffentlich dokumentierten ISO-27001-Zertifizierung.

Für klassische WordPress-Projekte – Unternehmens­website, Blog, Vereins­auftritt, kleine Online-Präsenz mit Kontaktformular – ist das Premium-Paket für € 9,95 pro Monat ein außerordentlich faires Angebot mit SSH, WP-CLI, Let's-Encrypt-SSL und 250 GB SSD-Speicher. Wer 10 Kunden-Sites parallel betreut und keine Lust auf Reseller-Komplexität hat, bekommt mit Premium oder Business eine seltene Kombination aus Multi­domain-Fähigkeit, deutschem Datenschutz und niedrigem Preis. Für alles, was darüber hinaus geht, beginnt die Pflicht zur Eigen­optimierung: Caching-Plugins, externe CDNs, Monitoring-Lösungen, manuelle Update-Workflows.

Die Schwäche des Anbieters ist gleichzeitig seine Stärke. ALL-INKL.COM ist kein Managed-WordPress-Anbieter und tut auch nicht so. Wer Hand-Holding, Auto-Tuning, Concierge-Migrations und ein modernes Dashboard erwartet, ist bei Raidboxes, WP Engine oder Kinsta besser aufgehoben – zahlt dann aber das Drei- bis Zehnfache. Wer hingegen technisch eigen­ständig ist, monatlich kündbar bleiben will, deutsche Daten­hoheit braucht und einen Telefon-Support sucht, der wirklich abnimmt, findet hier eine seltene Konstellation. Das Preis-Leistungs-Verhältnis im Multidomain-Bereich ist im deutschen Markt nahezu unschlagbar.

Note: 2,1 – ein „gut bis sehr gut“ mit klar erkennbaren Modernisierungs­baustellen. Das Premium-Paket bleibt eine der ehrlichsten Empfehlungen für selbständige WordPress-Profis im deutsch­sprachigen Raum.

Was Nutzer berichten

Aggregiert aus Trustpilot, Reddit, Hosttest.de und einschlägigen Test-Blogs · Triangulationsprinzip (≥2 Quellen pro Aussage)

Zuverlässiger, inhabergeführter deutscher Hoster mit hervorragendem Telefon-Support, deutscher Datenhaltung und exzellentem Multidomain-Preis-Leistungs-Verhältnis – aber technisch in einigen Bereichen modernisierungsbedürftig (KAS-Panel, IPv6, Object-Cache, Staging).

Was Nutzer konsistent loben

  • 24/7-Telefon-Support mit echter technischer Kompetenz und kurzen Reaktionszeiten
  • Eigene Rechenzentren in Dresden, 100 % Strom aus Wasserkraft mit TÜV-SÜD-Zertifizierung
  • Ausschließliche Datenhaltung in Deutschland, AVV automatisch im Vertrag enthalten
  • Multidomain-Power: 10 Domains für 9,95 € (Premium), 20 Domains für 24,95 € (Business)
  • Keine Mindestlaufzeit, monatlich kündbar, dauerhaft stabile Tarifpreise ohne Lockvogel-Tricks
  • Stabile TTFB von rund 200 ms und ~99,9 % Verfügbarkeit über 12 Monate
  • SSH und WP-CLI ab Premium, mehrere parallele PHP-Versionen (7.4 bis 8.4)
  • Über 25 Jahre stabile inhabergeführte Firmenstruktur, kein Investoren-Druck

Was Nutzer kritisieren

  • KAS-Adminpanel optisch und UX-seitig veraltet ("Look der späten 2000er")
  • Kein serverseitiges Object-Caching (Redis/Memcached), kein integrierter Page-Cache
  • Keine Staging-Umgebung, keine automatischen WordPress-Updates durch den Hoster
  • IPv6-Unterstützung lückenhaft, DNSSEC eingeschränkt
  • Self-Service-Restore von Backups nicht durchgängig verfügbar – Support muss kontaktiert werden
  • Bezahlung ausschließlich per SEPA-Lastschrift (kein PayPal, keine Kreditkarte)
  • SSDs in Einstiegstarifen nicht garantiert
  • Keine öffentlich dokumentierte ISO-27001-Zertifizierung
  • Kein vertraglich zugesichertes SLA mit Uptime-Garantie
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