Malta / USA (DigitalOcean: NY, USA) · seit 2009

Cloudways

"Managed Cloud Hosting Simplified"

Cloud Hosting Managed WordPress Hosting

Stärken & Schwächen

Was den Hoster auszeichnet

  • Wahl zwischen 5 Cloud-Providern
  • Unbegrenzte WP-Installationen pro Server
  • Pay-as-you-go, monatlich kündbar
  • Top Performance durch Redis/Varnish/Breeze
  • Keine Renewal-Hikes (Preise stabil)

Worauf zu achten ist

  • Kein deutschsprachiger Support
  • E-Mail nicht inklusive (Add-on)
  • Self-Service-Charakter (weniger Hand-Holding)
  • US-/Malta-Anbieter, DSGVO-Sensitivität für DE-Kunden
  • Backup-Restore kann komplex sein

Verfügbare Tarife

DO 1 GB
€ 0,00 / Monat
Speicher25 GB
Geld zurück3 Tage
Zum Tarif
DO 2 GB
€ 0,00 / Monat
Speicher50 GB
Geld zurück3 Tage
Zum Tarif
DO 4 GB
€ 0,00 / Monat
Speicher80 GB
Geld zurück3 Tage
Zum Tarif
Vultr HF 1 GB
€ 0,00 / Monat
Speicher32 GB
Geld zurück3 Tage
Zum Tarif
AWS Small
€ 0,00 / Monat
Speicher20 GB
Geld zurück3 Tage
Zum Tarif

Features im Detail

WordPress
Managed WordPressinklusive
Staging-Umgebunginklusive
WP-CLIverfügbar
Multisite-Supportja
CDN inklusivenein
Object-Cacheredis
Performance
Webservernginx
PHP-Version8.3
Speicher-TypNVME
HTTP/3 Supportja
Sicherheit & DSGVO
Server-Standort🇺🇸 US
AVV verfügbarja
ISO 27001ja
DDoS-Schutzja
Auto-Backupja
Ökostromja
Support
24/7ja
SprachenDE · EN
KanäleLive_chat · Telefon · Ticket
WP-Experten-Supportja

Firmenporträt

Cloudways ist eine der bekanntesten Marken im Bereich Managed Cloud Hosting und hat in den letzten anderthalb Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Das Unternehmen wurde 2009 in Malta gegründet, mit einem ersten signifikanten Markteintritt rund um 2012, als die Plattform in ihrer heutigen Form entstand. Co-Founder und langjähriger CEO ist Aaqib Gadit, ein pakistanisch-stämmiger Unternehmer, der zuvor bereits Gaditek und PureVPN mitgegründet hatte. Zum Gründerteam gehörten außerdem Pere Hospital sowie Umair und Uzair Gadit. Das Hauptquartier befand sich über viele Jahre im maltesischen Sliema, mit zusätzlichen Operations-Hubs in Pakistan, Spanien und den USA – ein klassisches Setup für ein international aufgestelltes SaaS-Unternehmen, das seine Kunden weltweit bedient, aber Entwicklung und Support kostenoptimiert verteilt.

Die Mission war von Beginn an eine sehr spezifische: Cloud-Hosting auf Hyperscaler-Infrastruktur zugänglich machen, ohne dass Kunden sich mit Linux-Konsolen, NGINX-Konfigurationen oder Kubernetes-Manifesten herumschlagen müssen. Cloudways positionierte sich als Vermittlungsschicht zwischen Endkunden – Agenturen, Entwicklern, E-Commerce-Betreibern, Bloggern – und den großen Cloud-Anbietern wie DigitalOcean, Linode, Vultr, AWS und Google Cloud. Wer einen Server auf einer dieser Plattformen aufsetzen wollte, brauchte eigentlich Sysadmin-Wissen. Cloudways verpackte das Ganze in ein Web-Dashboard, ergänzte es um einen optimierten WordPress-, Magento- und Laravel-Stack, und verlangte dafür eine Marge auf den reinen Infrastrukturpreis. Dieses Modell traf einen Nerv: 2022 bediente Cloudways nach eigenen Angaben über 72.000 Kunden weltweit und erwirtschaftete laut Bloomberg-Berichten mehr als 52 Millionen US-Dollar Jahresumsatz mit einer dreijährigen jährlichen Wachstumsrate von über 50 Prozent.

Im August 2022 kam dann die Zäsur: DigitalOcean Holdings (NYSE: DOCN), einer der etabliertesten US-amerikanischen Cloud-Anbieter und seit 2014 ohnehin der wichtigste Infrastrukturpartner von Cloudways, kündigte die Übernahme für 350 Millionen US-Dollar in bar an. Der Deal wurde im September 2022 abgeschlossen. Da rund 50 Prozent der Cloudways-Kunden bereits auf DigitalOcean-Servern liefen, war die strategische Logik klar: DigitalOcean wollte vom reinen IaaS-Anbieter Richtung managed Platform-as-a-Service rücken, um SMB-Kunden tiefer zu binden und ARPU-Werte zu erhöhen. Cloudways wiederum erhielt die finanzielle und technische Rückendeckung eines börsennotierten Konzerns. Aaqib Gadit wurde im Dezember 2022 zum Chief Revenue Officer von DigitalOcean ernannt – ein Hinweis darauf, dass die Integration nicht als reine Übernahme, sondern als strategische Erweiterung gedacht war. Mit der Akquisition wuchs DigitalOceans globale Belegschaft um rund 30 Prozent. Branchenschätzungen zufolge beschäftigte Cloudways zum Zeitpunkt der Übernahme etwa 350 bis 400 Mitarbeiter; nach voller Integration in DigitalOcean lassen sich Cloudways-spezifische Mitarbeiterzahlen heute kaum noch sauber ausweisen, da viele Funktionen (HR, Finance, Infrastruktur) konzernweit konsolidiert wurden. Die Cloudways-Marke und das Produkt bleiben jedoch eigenständig erhalten – mit erkennbarer Roadmap-Verschiebung Richtung höher-margiger Produkte wie Cloudways Autonomous.

Infrastruktur & Server

Cloudways’ technologisches Alleinstellungsmerkmal ist die Multi-Cloud-Strategie. Während die meisten Wettbewerber – Kinsta auf Google Cloud, WP Engine auf Google Cloud und AWS, Raidboxes auf eigener Hetzner-Infrastruktur – auf einen einzigen Cloud-Backbone setzen, lässt Cloudways den Kunden die Wahl. Beim Anlegen eines neuen Servers entscheidet man sich für einen von fünf Anbietern, eine Region und eine Maschinengröße – der Rest läuft automatisch.

Cloud-Anbieter Stärken Typische Wahl für
DigitalOcean Premium Solide Performance, NVMe-SSD, faires Preis-Leistungs-Verhältnis, Standard-Wahl Blogs, mittlere WordPress-Sites, Agentur-Standardprojekte
Vultr High Frequency 3,8+ GHz CPU-Takt, NVMe-SSDs, oft die beste reine WordPress-Performance WooCommerce, performance-kritische Sites, Agenturen mit Speed-Anspruch
Linode (Akamai) Stabile Allround-Performance, dichtes globales Netz, Akamai-Backbone seit 2022 Internationale Projekte, Asien/Pazifik-Reichweite
AWS Maximale Skalierbarkeit, Enterprise-SLAs, breites Service-Ökosystem Konzerne, Enterprise-Kunden mit Compliance-Anforderungen
Google Cloud Premium-Tier-Backbone, Compute-Engine-Performance, BigQuery-Integration Daten-intensive Anwendungen, Headless-WordPress, Enterprise

Insgesamt verteilen sich die verfügbaren Standorte auf über 50 Datacenter-Regionen weltweit. In Europa relevant: Frankfurt, Amsterdam, London, Dublin, Mailand, Madrid, Stockholm, Warschau und – über DigitalOcean und Linode – Paris. Die Wahl des Datacenters ist DSGVO-relevant: Wer EU-Kunden bedient, sollte konsequent EU-Standorte wählen, idealerweise Deutschland. Cloudways macht hier keine Vorgaben – die Verantwortung liegt beim Kunden, was Profis schätzen, Einsteiger aber überfordern kann.

Spannend ist die Ressourcen-Garantie pro Server: Anders als bei Shared Hosting oder klassischen Managed-WordPress-Plattformen, die Container-basierte Multi-Tenant-Setups nutzen, bekommt der Kunde bei Cloudways einen dedizierten virtuellen Server mit garantierten vCPUs, RAM und SSD-Speicher. Auf diesem Server laufen dann beliebig viele Anwendungen – Cloudways limitiert die App-Anzahl nicht. Das ist für Agenturen ein massives Argument: Eine $26-DigitalOcean-Maschine mit 2 GB RAM kann je nach Traffic problemlos drei bis fünf kleinere Kundensites tragen, was die Stückkosten drückt.

Ein Sonderprodukt ist seit 2024 Cloudways Autonomous: eine vollständig managed, auf Kubernetes (Google Kubernetes Engine, GKE) basierende WordPress-Plattform mit echtem horizontalen Autoscaling. Anders als das klassische Cloudways-Produkt läuft Autonomous nicht auf einer einzelnen VM, sondern verteilt eine WordPress-Instanz über mehrere Pods, die bei Traffic-Spikes automatisch nach oben oder unten skalieren. Damit zielt Cloudways auf Kunden, die sonst zu Kinsta, WP Engine oder Pantheon abwandern würden. Wichtig: Während die ältere Cloudways-Kommunikation Vultr als technische Basis für Autonomous nannte, läuft die finale GA-Version auf Google Cloud / GKE. Der Vultr-Bezug stammt aus früheren Beta-Phasen und Marketingmaterialien.

WordPress-Stack

Der „Cloudways Stack“ ist seit Jahren ein Aushängeschild der Plattform und einer der Hauptgründe, warum die WordPress-Community Cloudways grundsätzlich respektiert. Statt sich auf einen einzelnen Webserver zu beschränken, kombiniert Cloudways mehrere Schichten und liefert sie als vorkonfiguriertes Bundle aus.

Komponente Funktion
NGINX (Reverse Proxy) Erste Schicht für statische Inhalte, SSL-Termination, Lastverteilung
Apache (Backend) Verarbeitet dynamische Anfragen, kompatibel mit .htaccess-basierten Plugins
Varnish Full-Page-Cache für anonyme Besucher, drastisch reduzierte TTFB
Redis Object Caching für WordPress-Datenbankabfragen (DB-Entlastung)
Memcached Alternatives Object Caching, je nach App-Konfiguration
PHP 8.1 / 8.2 / 8.3 Per Klick wählbar, mit OPcache standardmäßig aktiviert
MariaDB MySQL-kompatible Datenbank, Standard für alle Server
Breeze (optional) Hauseigenes WordPress-Cache-Plugin für Page-Caching

Diese hybride NGINX-Apache-Architektur ist ein bewusster Kompromiss: NGINX bringt die Geschwindigkeit, Apache die Kompatibilität mit dem riesigen Universum aus WordPress-Plugins, die noch immer .htaccess-Direktiven nutzen. Ergänzt um Varnish und Redis ist das Setup auf dem Papier eines der stärksten am Markt, und Performance-Tests bestätigen das regelmäßig: Sub-200ms-TTFB-Werte sind bei sauberer Konfiguration auf Vultr High Frequency und DigitalOcean Premium realistisch.

Für die tägliche Arbeit bringt Cloudways eine Reihe wichtiger Developer-Werkzeuge mit: WP-CLI ist auf jedem Server installiert und über SSH erreichbar, SSH-Zugang mit Public-Key-Authentifizierung ist Standard, SFTP/SCP funktionieren ohne Konfigurationsaufwand. Ein 1-Click-Staging erstellt eine Klon-Umgebung, in der man gefahrlos testen kann, und ein Push-Mechanismus überträgt Änderungen zurück auf Live. Selektives Pullen einzelner Tabellen oder Verzeichnisse funktioniert ebenfalls – nicht ganz so elegant wie bei Kinsta, aber brauchbar.

Eine Besonderheit ist der Cloudways Bot, ein Monitoring- und Automatisierungsdienst, der ungewöhnliche Server-Aktivitäten meldet (Disk-Usage hoch, MySQL-Verbindungen am Limit) und Aktionen über Slack, E-Mail oder andere Kanäle pushen kann. Der Vault Migrator beziehungsweise das WordPress Migrator Plugin migriert bestehende WordPress-Sites in der Regel in unter 15 Minuten – einer der unterschätzten Komfortfaktoren der Plattform. Frische Ergänzung 2025/26: Cloudways Copilot, ein KI-Assistent, der bei Diagnose und 1-Klick-Lösungen für typische Probleme unterstützt.

Wichtig zu wissen: Cloudways ist kein „WordPress-Pure“-Hoster. Die Plattform unterstützt parallel Magento, Laravel, PHP-Custom-Apps. Wer reines WordPress will, hat den Vorteil dass Mehrfach-Apps auf einem Server laufen können, muss aber gewisse Konfigurationen selbst denken (z. B. Cron-Jobs, einzelne PHP-Settings).

Sicherheit & DSGVO

Sicherheits- und Compliance-mäßig profitiert Cloudways seit 2022 erheblich von der DigitalOcean-Mutter. Die zugrunde liegende Infrastruktur ist SOC 2 Type II-zertifiziert, DigitalOcean veröffentlicht Trust-Reports regelmäßig. Cloudways selbst stellt einen DPA (Data Processing Agreement) bereit, den EU-Kunden vor produktivem Einsatz unterzeichnen sollten – Cloudways agiert als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO.

Auf Server-Ebene gibt es eine ganze Reihe an Sicherheitsfunktionen, die direkt im Dashboard verwaltbar sind: tägliche automatische Backups (Aufbewahrungszeit konfigurierbar, On-Demand-Snapshots jederzeit möglich), IP-Whitelisting für SSH und MySQL, optionale 2-Faktor-Authentifizierung für das Cloudways-Konto, Bot-Protection sowie kostenlose SSL-Zertifikate über Let’s Encrypt mit automatischer Erneuerung. Wildcard-Zertifikate sind ebenfalls verfügbar. Als kostenpflichtiges Add-on bietet Cloudways Cloudflare Enterprise an: Argo Smart Routing, WAF mit Cloudflare-Regeln, DDoS-Mitigation, Image Resizing – ein deutlich besseres Paket als die Free-Cloudflare-Variante. Der Aufpreis ist überschaubar (ca. 4–5 USD/Monat pro Domain), und für ernsthafte Projekte ist das Add-on praktisch ein Muss.

Frischere Ergänzung ist der Malware Protection Add-on, der proaktive Scans und Cleanups bietet – damit füllt Cloudways eine Lücke gegenüber Konkurrenten wie Kinsta, die Malware-Reinigung als Kerndienst inkludieren. Auf Plattform-Ebene gibt es aktive Maßnahmen gegen Brute-Force-Angriffe, automatische OS-Patches und gemanagte Server-Hardening.

DSGVO-bewusste Kunden müssen ein paar Dinge selbst regeln: EU-Datacenter wählen (Frankfurt, Amsterdam, London nach Brexit nur eingeschränkt empfehlenswert), DPA aktiv unterzeichnen, gegebenenfalls ein Standardvertragsklauseln-Setup, falls AWS- oder Google-Cloud-Regionen außerhalb der EU genutzt werden. Cloudways liefert die Werkzeuge, der Kunde trifft die Entscheidungen – ein typisches IaaS/PaaS-Verhältnis.

Tarife & Preise (Stand 2026)

Cloudways setzt auf ein Pay-as-you-go-Modell: keine Jahresverträge, monatliche Abrechnung, keine versteckten Setup-Gebühren. Stündliche Abrechnung ist möglich, was insbesondere für Test- und Staging-Server praktisch ist. Wer einen Server für drei Tage hochzieht, zahlt nur die anteiligen Stunden. Das ist im Hosting-Markt ungewöhnlich und ein echtes Argument für Agenturen.

Im Folgenden eine grobe Übersicht der Einstiegstarife – die finalen Preise sind je nach gewählter Region etwas unterschiedlich (AWS und Google Cloud sind generell teurer als DigitalOcean):

Provider / Plan Spec Preis (ca.) Zielgruppe
DigitalOcean Premium 1GB 1 GB RAM, 1 vCPU, 25 GB NVMe ab $14/Monat Kleine Blogs, Visitenkarten-Sites
DigitalOcean Premium 2GB 2 GB RAM, 1 vCPU, 50 GB NVMe ab $28/Monat Standard-Business-Sites
Vultr High Frequency 1GB 1 GB RAM, 1 vCPU, 32 GB NVMe ab $16/Monat Performance-orientierte WordPress-Sites
Vultr HF 2GB 2 GB RAM, 1 vCPU, 64 GB NVMe ab $30/Monat WooCommerce, Agentur-Projekte
Linode 2GB 2 GB RAM, 1 vCPU, 50 GB SSD ab $24/Monat Akamai-Backbone, Internationalisierung
AWS T3.Small 2 GB RAM, 2 vCPU ab $36/Monat Enterprise-Anforderungen
Google Cloud n1-standard vergleichbar mit AWS ab $33/Monat GCP-Ökosystem-Kunden
Cloudways Autonomous Small 15 GB Disk, 30k Visits ab $35/Monat Performance-WordPress mit Autoscaling
Cloudways Autonomous Plus 100 GB Disk, unmetered Visits $400/Monat High-Traffic Sites, Editorial

Im Lieferumfang aller Pläne enthalten: 24/7 Live-Chat-Support, kostenlose SSL-Zertifikate, unbegrenzte Anwendungen pro Server, automatische Backups, 1-Click-Staging, kostenlose Migration und in jüngeren Plänen auch Object Cache Pro – ein Premium-Plugin für Redis-Object-Caching, das normalerweise 95 USD/Monat kostet. Bandbreite ist großzügig dimensioniert, aber nicht unbegrenzt: 1 TB beim 1GB-Plan, ansteigend mit der Plangröße.

Für Neukunden gibt es typischerweise 30 Prozent Rabatt für die ersten drei Monate, plus eine 3-Tage-Testphase ohne Kreditkarten-Eingabe. Wer mehrere Server betreibt, kann das Premium Support Add-on hinzubuchen (rund 100 USD/Monat) – damit erhält man priorisierten Live-Chat und in höheren Stufen sogar Telefon-Support, der sonst nicht verfügbar ist.

Performance

Cloudways gehört zu den schnellsten WordPress-Hostern am Markt – sofern man die richtigen Konfigurationen wählt. Das ist gleichzeitig Stärke und Schwäche: Der Mietwert hängt stark davon ab, ob man Vultr High Frequency mit seiner 3,8+ GHz CPU-Taktrate und NVMe-SSDs auswählt oder eine günstige DigitalOcean-Standardmaschine, die in der Praxis spürbar langsamer läuft. In den gängigen Performance-Reviews von 2025/26 wird Cloudways auf Vultr HF mit TTFB-Werten zwischen 48 und 200 ms gemessen, was im Spitzenfeld liegt – auf Augenhöhe mit Kinsta, oft sogar minimal davor, bei deutlich niedrigerem Preis.

Zur Performance trägt der Stack maßgeblich bei: Varnish-Cache nimmt anonymen Traffic praktisch komplett ab, Redis entlastet die Datenbank, OPcache compiliert PHP. Wenn man dazu noch Cloudflare Enterprise als Add-on bucht und Object Cache Pro nutzt, wird die Performance schwer schlagbar. Für WooCommerce-Shops, bei denen Caching wegen dynamischer Inhalte (Warenkorb, Checkout) eingeschränkt greift, ist die rohe CPU-Power von Vultr HF ein echter Vorteil – hier zieht Cloudways an Anbietern vorbei, die auf shared-CPU-Setups setzen.

Uptime-Berichte bewegen sich konsistent bei 99,99 Prozent über alle Provider hinweg, mit gelegentlichen Ausreißern bei AWS- und GCP-Maintenance-Fenstern, wo Cloudways-Kunden über Server-Migrationen Bescheid wissen müssen. Bei DigitalOcean und Vultr ist die Stabilität in den letzten Jahren beeindruckend gewesen. Skalierung ist beim klassischen Cloudways nur vertikal möglich (Server-Upgrade auf größere Maschine, mit kurzem Downtime-Fenster), während Cloudways Autonomous echte horizontale Skalierung über Kubernetes-Pods bietet – das ist der Unterschied, den High-Traffic-Sites brauchen.

Support

Der Support ist das am polarisierendsten diskutierte Cloudways-Thema. Offiziell gibt es 24/7 Live-Chat in englischer Sprache, der für die meisten Standardanfragen schnell antwortet. Tier-1-Agenten sind für Routineprobleme gut geeignet (DNS-Einrichtung, SSL-Probleme, Backup-Wiederherstellung). Bei tieferen technischen Fragen – Datenbank-Performance, NGINX-Tuning, komplexe Migrationen – wird häufig an Tier-2 oder Tier-3 eskaliert. Die Antwortzeit für tiefe Cases kann dann mehrere Stunden bis einen Tag betragen.

Wichtig: Standardmäßig kein Telefon-Support, kein deutscher Support. Wer auf telefonische Unterstützung angewiesen ist, muss in das Premium-Support-Paket wechseln. In der Premium-Stufe (Advanced/Premium-Tarif, ca. 100–500 USD/Monat zusätzlich) bekommt man Phone-Support, Slack-Channel oder dedizierten Account Manager – das sind Konditionen, die für Agenturen mit mehreren produktiven Kunden Sinn ergeben, für einen einzelnen Blogger aber überdimensioniert sind.

Seit der DigitalOcean-Übernahme häufen sich in Reviews Kritikpunkte: Trustpilot- und Reddit-Threads erwähnen vermehrte AI-Chat-Antworten in Tier-1, die als floskelhaft empfunden werden, sowie längere Wartezeiten auf konkrete Lösungen. Auf der positiven Seite gibt es viele 5-Sterne-Bewertungen für einzelne Mitarbeiter, was zeigt: Wer in den richtigen Eskalationspfad rutscht, bekommt erstklassige Hilfe. Die Konsistenz ist das Problem.

Was Nutzer berichten

Cloudways genießt in der internationalen WordPress-Community grundsätzlich einen guten Ruf, allerdings mit einer leichten Abkühlung seit der DigitalOcean-Übernahme. Auf Trustpilot bewegt sich die Plattform bei rund 4,4 von 5 Sternen über mehr als 3.500 Bewertungen, auf G2 und Capterra liegen die Ratings bei 4,6 von 5 Sternen.

Gelobt werden vor allem: das Preis-Leistungs-Verhältnis (vor allem im Vergleich zu Kinsta und WP Engine), die Multi-Cloud-Flexibilität, die kostenlose Migration über das Migrator-Plugin, der saubere Stack out-of-the-box, das Dashboard für Mehrfach-Server-Verwaltung und der Pay-as-you-go-Ansatz ohne Lock-in. Agenturen heben hervor, wie effizient sich mehrere Kunden auf einem Server bündeln lassen.

Kritisch diskutiert werden: der englischsprachige Support, der in Spitzenzeiten lange Wartezeiten hat; gelegentlich rückwärts laufende Backup-Wiederherstellungen, die Daten zurücksetzen können; Preiserhöhungen seit der DigitalOcean-Übernahme; die Abrechnung in US-Dollar (Wechselkursrisiko für deutsche Kunden); fehlendes E-Mail-Hosting; rudimentäres DNS-Management; und die Tatsache, dass Tier-1-Support seit 2024 zunehmend AI-gestützt antwortet, was bei komplexen Cases frustriert.

Auf Reddit (r/WordPress, r/webhosting) ist die Stimmung in 2025/26 gemischter geworden: Lange waren Cloudways-Empfehlungen quasi Standard für Agenturen mit kleinem Budget, jetzt taucht häufiger der Hinweis auf, dass die Plattform „nicht mehr ist, was sie war“ – mit gleichzeitiger Anerkennung, dass sie technisch immer noch hervorragend ist.

Für wen geeignet

Cloudways ist nicht der richtige Hoster für jeden. Es gibt klare Zielgruppen, bei denen die Plattform glänzt – und Gruppen, denen sie wahrscheinlich schaden wird.

Sehr gut geeignet:

  • Webagenturen mit 10–50 WordPress-Kunden: Mehrere Apps pro Server, zentrales Dashboard, einheitliche Migration. Ein typisches Setup spart gegenüber Kinsta locker 60 Prozent.
  • WooCommerce-Shops mittlerer Größe: Vultr HF mit Object Cache Pro und Cloudflare Enterprise liefert eine der besten Preis-Leistungs-Kombinationen am Markt.
  • Entwickler mit Multi-Stack-Bedarf: Wer neben WordPress auch Laravel, Magento oder PHP-Custom-Apps betreibt, profitiert vom einheitlichen Dashboard.
  • Performance-orientierte Blogger: Ein 14-USD-Vultr-HF-Server schlägt fast jedes 30-USD-Shared-Hosting bei Traffic-Wachstum.
  • Internationale Projekte: 50+ Datacenter, Multi-Cloud, geografische Nähe zu praktisch jedem Markt.

Eher nicht geeignet:

  • Einsteiger ohne Technik-Verständnis: Wer keine SSH-Kenntnisse hat, keinen Webserver-Stack kennt und nicht weiß, was Varnish ist, wird sich überfordert fühlen. Hostinger, IONOS oder All-Inkl sind deutlich anfängerfreundlicher.
  • Kunden mit reinem Deutsch-Support-Bedarf: Cloudways ist Englisch-only.
  • Reine E-Mail-Hosting-Suchende: Cloudways bietet kein Mailhosting (man kann via Add-on Rackspace Email anbinden, aber das ist umständlich).
  • Datenschutz-Hardliner ohne Eigeninitiative: Für striktes EU-only-Hosting bei minimalem Konfigurationsaufwand ist ein deutscher Hoster angenehmer.
  • High-Traffic-Sites mit Spike-Profil: Hier lohnt eher Cloudways Autonomous oder gleich ein Anbieter wie Kinsta mit nativem Autoscaling.

Fazit

Cloudways ist 2026 immer noch eine der interessantesten Hosting-Optionen für WordPress-Profis, aber das Bild ist nicht mehr ganz so eindeutig wie vor der DigitalOcean-Übernahme. Was an der Plattform stimmt, stimmt nach wie vor: Der Stack aus NGINX, Apache, Varnish, Redis, PHP 8.x und MariaDB ist hervorragend abgestimmt, die Performance auf Vultr High Frequency oder DigitalOcean Premium liegt im Spitzenfeld, das Pay-as-you-go-Modell ist einzigartig fair, und die Multi-Cloud-Flexibilität gibt einem als Kunde echte Verhandlungsmacht – wer mit einer Region oder einem Provider unzufrieden ist, klont und migriert in Stunden, nicht in Wochen. Für Webagenturen, die mehrere Kunden auf einem Server bündeln, ist Cloudways praktisch ohne Konkurrenz: Der Preis pro gehosteter Site sinkt mit jeder zusätzlichen App, während Single-Tenant-Manager wie Kinsta linear teurer werden.

Gleichzeitig zeigt die Plattform Reife- und Konsolidierungs-Effekte. Der Support ist nicht mehr so persönlich, wie er einmal war; AI-First-Ticketing in Tier-1 spart Cloudways/DigitalOcean Kosten, frustriert aber Kunden, die mit komplexen Problemen ankommen. Preiserhöhungen über die letzten Jahre haben den Abstand zu Kinsta und WP Engine reduziert – immer noch deutlich, aber nicht mehr so groß wie 2021. Wer Deutsch-Support oder ein All-inclusive-Paket aus Hosting und E-Mail braucht, ist hier definitiv falsch. Und für blutige Anfänger ohne Technik-Hintergrund ist die Lernkurve steiler, als das Cloudways-Marketing suggeriert: Das Dashboard ist sauber, aber jenseits davon bewegt man sich schnell in SSH, WP-CLI und MySQL-Tuning.

Das spannendste Produkt ist derzeit Cloudways Autonomous: Eine Kubernetes-basierte WordPress-Plattform mit echtem horizontalen Autoscaling, die im Preisbereich von Kinsta-Einstiegsplänen liegt, technisch aber auf der Höhe der Zeit ist. Wer eine wachsende Site hat und Kinsta zu teuer findet, sollte sich Autonomous ernsthaft ansehen – das ist die Zukunft der Cloudways-Markenarchitektur. Das klassische Cloudways Flexible bleibt parallel das Brot-und-Butter-Produkt für Agenturen und Multi-App-Kunden.

Insgesamt: Cloudways ist kein Wunderhoster, aber ein verdammt solider, technisch durchdachter, fair gepreister Cloud-Vermittler mit einem hervorragenden WordPress-Stack. Wer weiß, was er tut, bekommt hier mehr Performance pro Dollar als bei den meisten Konkurrenten. Wer Hand-Holding und deutschsprachigen Concierge-Service will, sollte weiterziehen.

Note: 2,1 (von 1,0–10,0; je niedriger, desto besser) – Solide bis sehr gut, mit Abzügen für englischen Support, fehlendes E-Mail-Hosting und die Post-Akquisitions-Konsolidierungseffekte. Für die richtige Zielgruppe ist Cloudways nach wie vor eine Top-3-Empfehlung im internationalen Managed-Cloud-Hosting-Markt.

Was Nutzer berichten

Aggregiert aus Trustpilot, Reddit, Hosttest.de und einschlägigen Test-Blogs · Triangulationsprinzip (≥2 Quellen pro Aussage)

Solide bis sehr positiv mit kritischen Untertönen seit der DigitalOcean-Übernahme. Cloudways gilt weiterhin als technisch herausragender Multi-Cloud-Manager fuer WordPress, mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhaeltnis vor allem auf Vultr High Frequency und DigitalOcean Premium. Gleichzeitig haeufen sich Beschwerden ueber AI-gestuetzten Tier-1-Support, Preiserhoehungen und Konsolidierungseffekte nach 2022. Insgesamt eine Top-3-Empfehlung im internationalen Markt fuer technisch versierte Anwender und Agenturen, weniger geeignet fuer Einsteiger ohne SSH-Wissen oder Kunden mit Deutsch-Support-Anspruch.

Was Nutzer konsistent loben

  • Hervorragender WordPress-Stack: NGINX, Apache, Varnish, Redis, Memcached, PHP 8.x, MariaDB als ausgereiftes Bundle
  • Multi-Cloud-Flexibilitaet mit 5 Anbietern (DigitalOcean, Vultr HF, Linode/Akamai, AWS, Google Cloud) und 50+ Datacentern
  • Top-Performance auf Vultr High Frequency mit TTFB unter 200 ms, NVMe-SSDs, Sub-200ms-Antwortzeiten
  • Pay-as-you-go-Abrechnung ohne Jahresvertrag, stuendliche Abrechnung moeglich
  • Unbegrenzte Apps pro Server: Agentur-Killer-Feature fuer Multi-Tenant-Setups
  • Cloudways Autonomous als Kubernetes-basierte Autoscaling-Plattform fuer High-Traffic-WordPress
  • Kostenlose Migration ueber WordPress Migrator Plugin, oft unter 15 Minuten
  • 1-Click-Staging, Server-Cloning, WP-CLI, SSH und SFTP standardmaessig integriert
  • Object Cache Pro inklusive (sonst 95 USD/Monat)
  • SOC 2 Compliance ueber DigitalOcean-Mutterkonzern, GDPR-DPA verfuegbar

Was Nutzer kritisieren

  • Support nur in englischer Sprache, kein Deutsch-Support
  • Standardmaessig kein Telefon-Support, nur Live-Chat (Phone erst in Premium-Stufen)
  • Tier-1-Support seit 2024 zunehmend AI-gestuetzt, oft floskelhaft bei komplexen Cases
  • Kein E-Mail-Hosting integriert, nur ueber Rackspace-Add-on umstaendlich anschliessbar
  • Rudimentaeres DNS-Management, keine Domain-Registrierung
  • Abrechnung in US-Dollar, Wechselkursrisiko fuer EU-Kunden
  • Preiserhoehungen seit der DigitalOcean-Uebernahme 2022
  • Fuer technisch unbedarfte Einsteiger zu komplex (SSH, WP-CLI, Server-Konfig)
  • Reddit/Trustpilot: gelegentliche Beschwerden ueber Backup-Restore-Probleme und Billing-Issues
  • Konsolidierungseffekte nach Akquisition: nicht mehr so persoenlich wie vor 2022
Quellen anzeigen
  • Cloudways offizielle Website cloudways.com (Pricing, Autonomous, Provider-Seiten)
  • DigitalOcean Investors Relations: Acquisition Press Release August/September 2022
  • Bloomberg, SiliconANGLE, ChannelE2E: Berichte zur 350-Mio-USD-Akquisition
  • Crunchbase: Cloudways Company Profile und Aaqib Gadit Person Profile
  • Wikipedia: Cloudways und DigitalOcean Eintraege
  • TechRound Interview mit Aaqib Gadit, BusinessWire CRO-Ernennung
  • Trustpilot: 3500+ Bewertungen, durchschnittlich 4,4/5
  • G2 und Capterra: 4,6/5 Sterne in 537+ Reviews
  • WPSchool, Hostingstep, Webhostingcat, Hostadvice, OnlineMediaMasters: Reviews 2025/2026
  • SitePoint, Cloudways Blog: Cloudways Autonomous Technical Deep-Dives
  • Reddit r/WordPress, r/webhosting: Community-Diskussionen post-Akquisition

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