Lüneburg, Deutschland (Niederlassung Brandenburg an der Havel) · seit 2012

Timme Hosting

"Highspeed Hosting für E-Commerce"

Dedicated Server Managed vServer / ScaleServer Shared Hosting
ab € 16,76 / Monat
Zum Anbieter →

Stärken & Schwächen

Was den Hoster auszeichnet

  • Sehr starker Performance-Fokus (Nginx + PageSpeed)
  • Free Migration Service (manuell durch Admin)
  • Eigenes RZ Hamburg, deutscher Anbieter
  • Hervorragender persönlicher Support
  • E-Commerce-Spezialist (auch für WooCommerce stark)

Worauf zu achten ist

  • Höherpreisig als Massen-Hoster
  • Kein "Managed-WP-Komfort" wie Raidboxes (kein Plug-and-Play-Auto-Update)
  • Kein integriertes CDN
  • Eher Profi-Zielgruppe — kein Einsteiger-Hoster

Verfügbare Tarife

BooSSD 2.1
€ 16,76 / Monat
Speicher10 GB
Domains1
Zum Tarif
Managed ScaleServer
€ 31,25 / Monat
Zum Tarif
Managed Server th34
€ 149,00 / Monat
Speicher400 GB
Domains
Zum Tarif
Managed Server th114
€ 599,00 / Monat
Speicher1600 GB
Domains
Zum Tarif

Features im Detail

WordPress
Managed WordPressnein
Staging-Umgebungmanuell
WP-CLIverfügbar
Multisite-Supportja
CDN inklusivenein
Object-Cacheredis
Performance
Webservernginx
PHP-Version8.3
Speicher-TypNVME
HTTP/3 Supportnein
Sicherheit & DSGVO
Server-Standort🇩🇪 DE
AVV verfügbarja
ISO 27001nein
DDoS-Schutzja
Auto-Backupja
Ökostromja
Support
24/7ja
SprachenDE · EN
KanäleEmail · Telefon · Ticket
WP-Experten-Supportja

Timme Hosting ist einer der profiliertesten Spezialhoster Deutschlands – und gleichzeitig einer der am meisten missverstandenen. Wer den Anbieter aus Lüneburg an klassischen Massenhostern wie IONOS, Strato oder All-Inkl misst, übersieht den Kern: Timme ist kein Webhoster für die Masse, sondern ein technisch tief spezialisierter Performance-Provider mit klarem Fokus auf E-Commerce. Das Versprechen lautet „Highspeed Hosting für E-Commerce“, die Hausnummer dazu ist ein konsequent auf nginx ausgerichteter Stack. In diesem Test schauen wir uns an, was hinter dem Slogan steckt, für wen sich die Investition lohnt – und wo der Anbieter Schwächen hat, die man kennen sollte, bevor man unterschreibt.

Firmenporträt

Timme Hosting wurde 2012 von Falko Timme in Lüneburg gegründet. Der Firmenname und der Gründer haben in der deutschen Linux- und Hosting-Szene einen Klang, der weit über das Tagesgeschäft eines mittelständischen Hosters hinausreicht: Falko Timme ist seit 1999 in den Bereichen Webhosting, Linux-Systemadministration und Programmierung aktiv und einer der Mitbegründer des bekannten Open-Source-Server-Control-Panels ISPConfig. Wer in den letzten zwanzig Jahren Linux-Server selbst aufgesetzt hat, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf seine Tutorials bei HowtoForge gestoßen – Timme gehört dort zu den aktivsten Autoren überhaupt. Diese DNA prägt das Unternehmen bis heute: Timme Hosting ist von Sysadmins für Profis gebaut, nicht von Marketing-Strategen für Einsteiger.

Hauptsitz ist nach wie vor Lüneburg, genauer: Ovelgönner Weg 43 in 21335 Lüneburg. Eine zweite Niederlassung wurde mittlerweile in Brandenburg an der Havel eröffnet. Die Mitarbeiterzahl liegt nach Angaben des Firmenprofils auf LinkedIn im Bereich von 11 bis 50 Beschäftigten – also klassischer Mittelstand. Das ist eine wichtige Größenordnung: groß genug, um 24/7-Support, Rufbereitschaft und Spezialisten für unterschiedliche Disziplinen vorzuhalten, klein genug, um persönlich erreichbar zu bleiben. Wer dort anruft, landet nicht in einem Callcenter, sondern bei einem Systemadministrator, der den eigenen Server tatsächlich kennt.

Inhaltlich hat sich Timme Hosting früh und konsequent positioniert: nginx statt Apache, E-Commerce statt generischem Webhosting. Das Unternehmen ist offizieller Shopware-Hostingpartner, Hosting-Partner von JTL-Software, offizieller Contao-Premium-Partner in der Kategorie Webhosting (als erster nginx-spezialisierter Provider in diesem Programm) sowie Hosting-Partner von OXID eSales. Hinzu kommen Partnerschaften mit dem Performance-Analyse-Tool Tideways und dem Malware-Scanner ISPProtect. Auf Code-Ebene ist Timme Hosting ISPConfig-Platin-Partner und maßgeblich an der Weiterentwicklung dieses Open-Source-Panels beteiligt – das ist vermutlich einer der wenigen Hoster im deutschsprachigen Raum, der das verwendete Control-Panel selbst mitentwickelt.

Die Referenzliste ist für einen mittelständischen Hoster bemerkenswert breit und reicht vom Premium-Verlag Spektrum der Wissenschaft über Trusted Shops, Dole Europe und hemden.de bis zu spezialisierten Shops wie DartSturm.de, Santos Grillshop, Klebefieber.de oder Pflanzwerk. Daneben hostet Timme zahlreiche Webradios (1A-Webradio, ROCKLAND.fm) und Medienprojekte. Wer in dieser Liste blättert, sieht das gleiche Muster: nicht Bastelprojekte, sondern produktive Online-Shops und Content-Plattformen mit ernsthaftem Traffic.

Infrastruktur & Server

Anders als das Branding „Hamburg“ nahelegt, betreibt Timme Hosting kein eigenes Rechenzentrum. Die Server stehen in einem Carrier-neutralen Tier-Rechenzentrum in Frankfurt am Main, dem traditionellen Internet-Knotenpunkt Deutschlands. Das ist für Webhoster dieser Größenordnung der Normalfall und auch sinnvoll – ein eigenes Rechenzentrum auf vergleichbarem Niveau zu betreiben würde die Preise deutlich nach oben treiben, ohne technisch einen Mehrwert zu liefern.

Die technischen Eckdaten des genutzten Rechenzentrums sind solide: Die Außenanbindung ist mehrfach redundant ausgelegt und summiert sich auf über 1.800 Gbit/s. Das Rechenzentrum ist nach ISO/IEC 27001 für Informationssicherheit zertifiziert, ergänzt um ISO 22301 (Business Continuity), ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement), ISO 50001 (Energiemanagement) sowie PCI DSS für Kreditkarten-Verarbeitung. Letzteres ist für E-Commerce-Hosting kein Schmuck, sondern ein hartes Verkaufsargument.

Der Zutritt zum Rechenzentrum ist auf autorisierte Personen beschränkt, das gesamte Gelände wird rund um die Uhr per Video überwacht. Die Stromversorgung erfolgt zu 100 Prozent aus Wasserkraft, im Notfall springt eine n+1 USV mit Diesel-Notstromaggregaten von je bis zu 2.000 KW Leistung ein. Das ist ein nicht zu unterschätzender Punkt: Wer als Online-Shop heute ESG-Anforderungen erfüllen oder schlicht eine grünere Lieferkette nachweisen muss, bekommt hier ohne Aufpreis ein Rechenzentrum mit echter Ökostrom-Versorgung statt eines bilanziellen Greenwashing-Zertifikats.

Auf der Hardware-Ebene unterscheidet Timme klar zwischen klassischem Webhosting und Managed Servern. Im Webhosting kommen Enterprise-SSDs von Intel und Samsung zum Einsatz, die laut Anbieter Lese- und Schreibraten von bis zu 550 MB/s sowie 90.000 IOPS erreichen – verglichen mit den 200 MB/s und 200 IOPS klassischer Festplatten ist das eine Welt. Im Managed-Server-Segment geht Timme noch einen Schritt weiter und setzt auf NVMe-SSDs im RAID 1 mit beworbenen 300.000 IOPS, kombiniert mit DDR5-Arbeitsspeicher und aktuellen Intel-CPUs. Wer einen Shop mit ernstem Datenbankaufkommen betreibt, merkt diesen Unterschied im Backend sofort.

Auf der Software-Seite ist Timme Hosting kompromisslos: nginx 1.28 als Webserver, exklusiv. Kein Apache, kein LiteSpeed, kein Hybrid mit Reverse-Proxy davor. „Echtes nginx“ ist hier ein technisches Bekenntnis – nginx ist im statischen Content und unter parallelen Verbindungen deutlich effizienter als Apache, und Timme nutzt das voll aus. Für die einzelnen Shop-Systeme liefert der Hoster vorgefertigte, optimierte nginx-Konfigurationen mit, die sich Eigenbau-Sysadmins normalerweise mühsam zusammensuchen müssen. Auf Caching-Ebene gibt es Brotli- und GZip-Kompression, HTTP/2, memcached sowie Zend OPcache und APCu für PHP. LiteSpeed bzw. LSCache – im WordPress-Umfeld der Performance-Goldstandard – wird nicht angeboten, das ist eine bewusste strategische Entscheidung gegen den Apache-kompatiblen Mitbewerber.

WordPress-Stack

Auch wenn Timme Hosting im Marketing klar auf E-Commerce zielt, ist WordPress auf jedem Tarif voll lauffähig und wird offiziell unterstützt. Der Stack ist erwachsen: PHP 7.0 bis 8.5 sind parallel verfügbar und pro Domain einzeln umschaltbar – ein wichtiger Punkt für Agenturen, die Legacy-Projekte migrieren oder vor jedem Major-Update einen Staging-Test fahren. Als Datenbank kommt MariaDB/MySQL zum Einsatz, der Memory Limit für PHP startet bei 128 MB im Einstiegstarif und reicht bis 1.024 MB im größten Webhosting-Paket – Werte, mit denen WordPress inklusive WooCommerce, Elementor Pro und einem ordentlichen Plugin-Stack vernünftig läuft.

Beim Caching ist die Situation für WordPress-Nutzer ambivalent. Auf der Plus-Seite stehen Zend OPcache, APCu und memcached, alle drei ab Werk verfügbar und nutzbar. Damit lassen sich WP Rocket, W3 Total Cache oder andere Caching-Plugins optimal kombinieren – insbesondere die Object-Cache-Schicht funktioniert solide. Wer dagegen LSCache (LiteSpeed Cache) gewohnt ist und auf Knopfdruck eine vollintegrierte Page-Cache-Lösung erwartet, wird hier enttäuscht. Die Lösung im Timme-Universum lautet stattdessen: nginx selbst ist schnell genug, ergänzt um WP Rocket plus Object Cache. In der Praxis funktioniert das hervorragend, ist für WordPress-Einsteiger aber Konfigurationsarbeit, während ein LSCache-Setup beim Konkurrenten quasi out-of-the-box läuft.

Für die WordPress-Kontrolle steht ausschließlich das mitentwickelte ISPConfig-Panel zur Verfügung. Das ist mächtig, gut dokumentiert und stabil – aber es ist kein cPanel und kein Plesk. Wer aus der Massenhoster-Welt kommt und One-Click-Installer erwartet, findet hier zwar einen App-Installer für die gängigen CMS und Shop-Systeme, aber keine Hand-führende Wizard-Strecke. Stattdessen werden Domain, Datenbank und PHP-Pool sauber getrennt – eine Architektur, die Profis lieben und Anfänger verwirrt.

Ein klassisches Argument fehlt im Timme-Setup: Es gibt keinen WordPress-spezifischen Tarif mit Auto-Updates, Staging-Umgebung auf Knopfdruck und WP-CLI-Vorintegration, wie ihn etwa Raidboxes oder Kinsta anbieten. WP-CLI ist über SSH selbstverständlich nutzbar, ein Staging-System lässt sich über die Multi-Domain-Architektur jedes Tarifs (mehrere Domains pro Hosting-Paket) sauber abbilden – aber alles davon ist Eigenleistung, kein Automatismus. Für Agenturen, die ihre eigenen Deployment-Workflows betreiben (Git, CI/CD, WP-CLI-Skripte), ist das eher Vorteil als Nachteil. Für eine Solo-Bloggerin, die einfach loslegen will, ist Timme an dieser Stelle Overkill.

Sicherheit & DSGVO

Beim Thema Sicherheit und Datenschutz spielt Timme Hosting in der oberen Liga und ist hier klar als deutscher Premium-Anbieter positioniert. Die Server stehen ausschließlich in Deutschland (Frankfurt am Main), Daten verlassen das Land also nicht und unterliegen vollständig deutschem und europäischem Datenschutzrecht. Ein kostenloser Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO wird auf der Website explizit beworben und kann ohne Zusatzgebühren abgeschlossen werden – für jeden Shop und jede Website mit Kontaktformular ist das Pflichtkost.

Das genutzte Rechenzentrum ist, wie im Infrastruktur-Abschnitt beschrieben, ISO/IEC 27001 zertifiziert. Diese Zertifizierung des Rechenzentrums-Betreibers ist nicht identisch mit einer Zertifizierung des Hosters selbst – wer eine ISO-27001-Zertifizierung von Timme Hosting als Unternehmen sucht (etwa für ein eigenes ISMS), sollte hier konkret nachfragen. Für die meisten Use-Cases reicht die Zertifizierung des Rechenzentrums aber vollständig aus, um Audit-Anforderungen zu erfüllen.

SSL-Zertifikate sind in allen Tarifen unbegrenzt enthalten, automatisiert über Let’s Encrypt und ZeroSSL. Die Erneuerung erfolgt automatisch, manueller Aufwand ist hier praktisch null. Daneben sind tägliche Backups Standard – im Webhosting mit 10 Tagen Aufbewahrung, im Managed-Server-Bereich mit 7 Tagen. Die Backups liegen auf separater, externer Storage und sind im Zweifelsfall über den Support oder im Self-Service zurückspielbar. Das ist ein Punkt, an dem viele Massenhoster bewusst sparen oder Backups nur als kostenpflichtigen Zusatz anbieten.

Auf Netzwerk-Ebene ist DDoS-Protection in allen Tarifen inklusive – ein zunehmend wichtiges Detail, das man bei Vergleichen oft übersieht. Optional gibt es über die Partnerschaft mit ISPProtect einen Malware-Scanner mit 15 Prozent Rabatt für Timme-Kunden. Spamabwehr und Mailfilter sind auf nginx-/Postfix-Niveau professionell umgesetzt.

Ein Punkt, der DSGVO-bewusste Betreiber freut: Timme Hosting bewirbt aktiv den lokalen Betrieb sämtlicher Schichten und verzichtet auf eingebaute Tracker oder Drittanbieter-CDNs in der Standard-Auslieferung. Wer Cloudflare oder andere CDNs nutzen möchte, kann das tun – muss es aber nicht und bekommt keine impliziten Datenflüsse in die USA aufgedrängt.

Tarife & Preise (Stand 2026)

Die Preisliste von Timme Hosting ist kein Schnäppchen-Setup. Schon der Einstieg liegt deutlich über dem, was Massenhoster für vergleichbare Speichermengen verlangen – dafür bekommt man eben auch eine vollständig andere Infrastruktur. Alle Preise verstehen sich netto zzgl. MwSt., es gibt keine Setup-Gebühren im Webhosting und die Kündigungsfrist beträgt nur 30 Tage statt der branchenüblichen 12 Monate.

Webhosting (booSSD-Linie)

Tarif Preis (netto) SSD Domains PHP-Memory Datenbanken
booSSD 1.1 19 €/Monat 10 GB 1 128 MB 2
booSSD 2.1 29 €/Monat 20 GB 2 512 MB 5
booSSD 3.1 39 €/Monat 30 GB 3 768 MB 10
booSSD 4.1 69 €/Monat 60 GB 6 1.024 MB 20

Alle Webhosting-Tarife enthalten unbegrenzten Traffic, unbegrenzte E-Mail-Konten, kostenlose SSL-Zertifikate, tägliche Backups, FTP/FTPS, SSH-Zugang, ISPConfig-Panel, nginx 1.28, PHP 7.0 bis 8.5, Memcached, Brotli/GZip, Git-Support sowie über 60 PHP-Extensions. Die Speichergrößen sind als „2 x 10 GB“ beziehungsweise entsprechend angegeben, weil je 10 GB für Web- und 10 GB für E-Mail-Speicher reserviert sind – das ist ungewöhnlich aufgeschlüsselt und in der Summe großzügiger als es auf den ersten Blick wirkt.

Shop-Hosting

Tariflich identisch mit dem Webhosting (booSSD 2.1 / 3.1 / 4.1), aber mit speziell für Shopware, JTL-Shop, Magento, OXID, PrestaShop und WooCommerce vorkonfigurierten nginx-Setups. Der Einstieg liegt hier bei 29 €/Monat (booSSD 2.1), realistisch sollte man für einen produktiven Shop ab booSSD 3.1 (39 €/Monat) rechnen. Wer einen Magento-2-Shop betreibt, wird diese Tarife eher als Test-/Staging-Umgebung nutzen und für Produktion auf den Managed-vServer oder Managed-Server gehen.

Managed vServer & Managed Server

Tarif Preis (netto) CPU RAM Storage IOPS
Managed vServer (Einstieg) 66 €/Monat dediziert variabel SSD hoch
th34 NVMe 400 149 €/Monat (+ 69 € Setup) 16 Kerne 64 GB DDR5 2 × 400 GB NVMe (RAID1) 300.000
th54 NVMe 800 199 €/Monat (+ 69 € Setup) 20 Kerne (8P + 12E) 64 GB DDR5 2 × 800 GB NVMe (RAID1) 300.000
th94 NVMe 1600 „The Beast“ 349 €/Monat (+ 69 € Setup) 32 Kerne 128 GB DDR5 2 × 1.600 GB NVMe (RAID1) 300.000
th114 NVMe 1600 „Colossus“ 599 €/Monat (+ 69 € Setup) 96 Kerne 256 GB DDR5 2 × 1.600 GB NVMe (RAID1) 300.000

Cloud Hosting

Daneben bietet Timme einen ScaleServer ab 31,25 €/Monat mit stundenweiser Abrechnung sowie Object Storage 2.0 ab 7,50 €/Monat – sinnvoll für Shop-Betreiber, die Bilder und Assets aus dem Hauptserver auslagern wollen.

Performance

Hier liefert Timme Hosting genau das, was das Marketing verspricht. Im unabhängigen Test des Portals Webhostingvorteil.de wurden im booSSD-Webhosting-Tarif folgende Werte gemessen:

  • Ladezeit: 0,893 Sekunden
  • Time to First Byte (TTFB): 139 ms
  • Largest Contentful Paint (LCP): 0,748 Sekunden
  • Total Blocking Time (TBT): 104 ms
  • PageSpeed-Note: A

Das sind Zahlen, die im Massenhoster-Vergleich praktisch unerreichbar sind und sich auf einem Niveau bewegen, das man sonst nur von Spezialisten wie Raidboxes, Kinsta oder eigenen vServer-Setups kennt. Insbesondere der TTFB von unter 150 ms ist ein direkter Beleg für die nginx-Optimierung – Apache-Hoster mit ähnlicher Hardware liegen hier typischerweise bei 250 bis 400 ms.

Die Verfügbarkeit liegt bei einer SLA von 99,90 Prozent. Real gemessen wurde im Drei-Monats-Schnitt ein Wert von 99,98 Prozent, in den letzten 28 Tagen 99,99 Prozent, in der letzten Woche 100 Prozent. Anders gesagt: Downtime ist hier eine Ausnahme, kein Routinefall. Auch unter Last skaliert das Setup sauber – die Referenzkunden mit Millionen monatlichen Page-Impressions belegen, dass die Architektur in der Praxis trägt.

Ein Wort zu LiteSpeed: Im WordPress-Universum gibt es viele Hoster, die ähnliche Performance-Werte mit LSCache erreichen. Timme schafft sie ohne. Das ist auf der einen Seite beeindruckend, auf der anderen Seite muss man fairerweise sagen: Wer ein optimiertes WordPress-Setup mit aktivem WP-Rocket-Cache und Object-Cache fährt, holt aus einem Apache-Hoster mit LSCache vergleichbare oder sogar leicht bessere Werte heraus. Die Stärke von Timme zeigt sich vor allem im Backend (Datenbank-Queries, Admin-Bereich, Logged-in-Sessions) und bei dynamischen Shop-Anwendungen, die kaum von Page-Cache profitieren.

Support

Der Support ist neben der Performance das zweite Aushängeschild von Timme Hosting – und hier setzt sich der Anbieter fast noch deutlicher vom Massenmarkt ab. Erreichbar ist man 24/7 telefonisch sowie per E-Mail und Ticket-System. Im Notfall gibt es Rufbereitschaft. Anders als bei klassischen Massenhostern landet man hier nicht in einem Callcenter, sondern direkt bei einem Systemadministrator, der das Hosting-Setup selbst kennt und Probleme im Zweifelsfall sofort am Server lösen kann.

Reaktionszeiten lagen im unabhängigen Test bei unter 20 Minuten, die Antwortqualität wird durchgängig als technisch fundiert und konkret beschrieben. Das ist ein qualitativer Unterschied, den man als Profi-Anwender sofort spürt: keine Skript-Antworten, keine Eskalations-Eskalations-Eskalations-Schleifen, sondern Lösungen.

Eine wichtige Einschränkung gibt es allerdings, die in den Bewertungen kontrovers diskutiert wird: Support außerhalb der regulären Geschäftszeiten ist im Notfall kostenpflichtig. Das ist branchenüblich für 24/7-Rufbereitschaft, kommt aber bei Kunden, die diese Klausel überlesen oder nicht erwartet haben, schlecht an – ein Trustpilot-Reviewer berichtet von einer Rechnung über 113 Euro für einen nächtlichen Support-Eingriff um 23 Uhr. Wer das System verstanden hat, plant es ein; wer es als unangenehme Überraschung erlebt, fühlt sich abgezockt. Hier hilft nur, vorab klar zu klären, was im jeweils gewählten Tarif als reguläre Supportzeit gilt.

Eine weitere Stärke: Migrationen sind kostenlos. Wer von einem anderen Hoster wechselt, bekommt seine WordPress-, Shopware- oder Magento-Installation auf Wunsch komplett vom Timme-Team umgezogen, inklusive Datenbank-Anpassungen und SSL-Reconfiguration. Das senkt die Wechselbarriere erheblich.

Was Nutzer berichten

Das Bild in unabhängigen Reviews und Foren ist überwiegend positiv, aber nicht widerspruchsfrei. Webhostingvorteil.de vergibt 4,3 von 5 Sternen und spricht eine „klare Empfehlung für professionelle Anwender“ aus. WebsitePlanet kommt zu einem ähnlichen Ergebnis und überschreibt das Review mit „You Get What You Pay For“ – also: teuer, aber jeden Euro wert. OMT empfiehlt Timme insbesondere für E-Commerce-Setups und Performance-Use-Cases. Hosttest.de und HostAdvice listen den Anbieter konstant unter den Top-Empfehlungen für Premium-Hosting in Deutschland.

Wiederkehrende Lobpunkte:

  • Spürbarer Geschwindigkeitsgewinn nach Wechsel von Massenhostern
  • „Echter“ Support durch Systemadministratoren, oft persönlich namentlich bekannt
  • Tiefe nginx-Expertise, optimierte Konfigurationen für gängige Shop-Systeme
  • Kostenlose Migration, faire Kündigungsfristen
  • Transparente Kommunikation auch bei schwierigen technischen Themen
  • Hohe Stabilität auch bei Lastspitzen und größeren Shops

Auf Trustpilot ist die Anzahl der Bewertungen klein (eine zweistellige Zahl) und das Bild gemischt. Negative Berichte konzentrieren sich auf zwei Themen: erstens die bereits erwähnten Kosten für Notfall-Support außerhalb der Geschäftszeiten, zweitens ein als hart empfundenes Inkasso-Verhalten bei offenen Rechnungen, einschließlich Mail-Sperren und Inkasso-Übergaben bei Beträgen unter 50 Euro. Beides ist in der Sache vermutlich vertraglich gedeckt, aber kommunikativ unglücklich – Profi-Kunden mit funktionierender Buchhaltung werden das selten erleben, kleine Selbstständige mit unregelmäßigem Cashflow treffen diese Regelungen härter.

In B2B-orientierten Foren (E-Commerce-Communities, Shopware-Subreddits, JTL-Foren) ist Timme Hosting durchgängig als ernstzunehmender Spezialist etabliert. Wer dort nach „Hosting für Shopware 6 mit hoher Last“ fragt, bekommt Timme als erste Empfehlung neben Maxcluster und Hostsharing.

Für wen geeignet

Timme Hosting ist nicht für jeden – und das ist Teil seiner Stärke.

Sehr gut geeignet für:

  • Online-Shops mit ernstem Traffic auf Shopware, JTL-Shop, Magento, OXID, PrestaShop oder WooCommerce – hier spielt Timme seine größte Stärke aus
  • Webagenturen, die mehrere Kundenprojekte auf einer professionellen Plattform konsolidieren wollen
  • WordPress-Profis, die WP-CLI, Git und CI/CD-Workflows nutzen und keine GUI-Wizards brauchen
  • Content-Plattformen mit hohem Traffic (Magazine, Webradios, Wissens-Portale)
  • Unternehmen mit DSGVO- und Compliance-Anforderungen, die klare ISO-zertifizierte Infrastruktur und einen kostenfreien AVV brauchen
  • Migrationsprojekte von langsamen Massenhostern auf eine Performance-Plattform mit Hand-Service

Eher nicht geeignet für:

  • Reine WordPress-Einsteiger, die einen geführten Wizard und vorinstallierte Themes erwarten
  • Hobby-Projekte mit knappem Budget – Einstieg bei 19 €/Monat ist für eine Bastel-Website Overkill
  • Setups mit Python-, Ruby- oder Node.js-Anforderungen – Timme ist eine reine PHP-Welt
  • WordPress-Nutzer, die zwingend LiteSpeed/LSCache nutzen wollen
  • Kunden, die einen Click-and-Forget-Hoster mit cPanel-Komfort suchen

Fazit

Timme Hosting gehört zu den glaubwürdigsten Hosting-Marken im deutschsprachigen Raum. Was Falko Timme und sein Team in Lüneburg seit 2012 aufgebaut haben, ist kein generisches Webhosting, sondern eine sehr klar fokussierte Performance-Plattform für E-Commerce und professionelle Web-Projekte. Die Kombination aus tiefer nginx-Expertise, einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Frankfurt, NVMe-Storage in den Server-Tarifen und einem Support, der direkt bei kompetenten Sysadmins endet, ist im deutschen Mittelstand selten in dieser Konsequenz zu finden.

Die Stärken sind unübersehbar: gemessene Ladezeiten unter 0,9 Sekunden, TTFB unter 150 ms, eine Verfügbarkeit jenseits von 99,98 Prozent, ein vollständig DSGVO-konformer Betrieb mit kostenlosem AVV, kostenlose Migration, faire 30-Tage-Kündigungsfristen, und mit Shopware, JTL, OXID und Contao gleich vier offizielle Hosting-Partnerschaften. Die ISPConfig-Mitentwicklung ist ein Detail, das den meisten Kunden nichts sagt, aber technisch viel über das Unternehmen aussagt: Timme baut sein Werkzeug selbst mit, statt nur fertige Software einzukaufen.

Die Schwächen sind ebenso klar und betreffen vor allem Anwender, die nicht zur Kernzielgruppe gehören. Der Einstiegspreis von 19 Euro netto ist deutlich höher als bei Massenhostern und für reine Hobby-Sites schwer zu rechtfertigen. Es gibt keinen LiteSpeed-Webserver und keinen WordPress-Spezialtarif mit Auto-Updates und Staging-Wizard – wer ein vollintegriertes Managed-WordPress-Erlebnis sucht, ist bei Raidboxes oder Kinsta besser aufgehoben. Die Notfall-Support-Klausel mit Kosten außerhalb der Geschäftszeiten und ein etwas hartes Inkasso-Verhalten bei offenen Rechnungen tauchen in negativen Reviews wiederholt auf und sollten vor Vertragsabschluss klar gelesen werden. Und schließlich fehlen Python, Ruby und Node.js komplett – Timme ist eine reine PHP-Welt.

Unterm Strich liefert Timme Hosting eines der besten Performance-pro-Euro-Verhältnisse, die der deutsche Markt im professionellen Segment bietet – vorausgesetzt, man ist die Zielgruppe. Wer einen Shop, eine WordPress-Plattform mit Traffic oder ein Agentur-Setup mit ernsthaften Anforderungen betreibt, bekommt hier deutsche Qualität ohne Kompromisse, einen erreichbaren Inhaber-Geprägten Mittelstand und eine Infrastruktur, die mit dem Geschäft mitwächst. Wer einfach nur eine Website online haben möchte, schießt mit Timme über das Ziel hinaus.

Note: 8,7 / 10 – sehr gut. Zwei Punkte Abzug für die fehlende LiteSpeed-Option und das nicht ganz so einsteigerfreundliche Setup, sowie ein halber Punkt für die Trustpilot-Kritik an der Notfall-Support-Abrechnung. In der Kategorie „Premium-Hosting für E-Commerce und WordPress-Profis“ spielt Timme Hosting in der ersten Liga – und das schon seit über einem Jahrzehnt.

Was Nutzer berichten

Aggregiert aus Trustpilot, Reddit, Hosttest.de und einschlägigen Test-Blogs · Triangulationsprinzip (≥2 Quellen pro Aussage)

Sehr positiv mit klar benannten Schwächen. Timme Hosting wird als technisch herausragender deutscher Premium-Spezialist für E-Commerce und Performance-Hosting gewürdigt, gleichzeitig aber als nicht einsteigerfreundlich und im Notfall-Support kostenpflichtig eingeordnet. Glaubwürdige Empfehlung für Profis, klare Abgrenzung gegenüber Hobby-Anwendern.

Was Nutzer konsistent loben

  • Außergewöhnlich tiefe nginx-Expertise und konsequent optimierter Stack ohne Apache-Kompromisse
  • Gemessene Top-Performance: Ladezeit 0,893 s, TTFB 139 ms, LCP 0,748 s, PageSpeed-Note A
  • Hohe Verfügbarkeit (99,98 % im Drei-Monats-Schnitt, teils 100 % in Wochenmessungen)
  • Direkter Support durch Systemadministratoren statt Callcenter, Reaktion oft unter 20 Minuten
  • ISO/IEC 27001, ISO 22301, ISO 9001/14001/50001 und PCI DSS zertifiziertes Rechenzentrum in Frankfurt
  • 100 % Ökostrom (Wasserkraft) im Rechenzentrum, redundante n+1 USV
  • Kostenfreier AVV nach Art. 28 DSGVO, Datenhaltung ausschließlich in Deutschland
  • Tägliche Backups (10 Tage Webhosting, 7 Tage Server) inklusive
  • NVMe-SSDs mit RAID 1 und 300.000 IOPS auf Managed Servern, DDR5-RAM
  • Offizieller Hostingpartner von Shopware, JTL-Software, OXID und Contao (Premium)
  • ISPConfig-Platin-Partner und Mitentwickler des verwendeten Control-Panels
  • Kostenlose Migration durch das Timme-Team
  • Faire Vertragsbedingungen: keine Setup-Gebühr im Webhosting, 30 Tage Kündigungsfrist
  • Unbegrenzter Traffic, unbegrenzte E-Mail-Konten, Let's Encrypt-/ZeroSSL-SSL inklusive

Was Nutzer kritisieren

  • Einstiegspreis von 19 €/Monat netto deutlich über Massenhoster-Niveau, für Hobby-Projekte schwer zu rechtfertigen
  • Kein LiteSpeed-/LSCache-Stack – im WordPress-Umfeld fehlt damit eine populäre Caching-Option
  • Kein klassischer Managed-WordPress-Tarif mit Auto-Updates und Staging-Wizard auf Knopfdruck
  • ISPConfig-Panel ist mächtig, aber für Einsteiger weniger zugänglich als cPanel oder Plesk
  • Keine Unterstützung für Python, Ruby oder Node.js – reine PHP-Plattform
  • Keine One-Click-Wizards im klassischen Sinne; App-Installer vorhanden, aber kein Hand-führender Strecken-Workflow
  • Notfall-Support außerhalb der regulären Geschäftszeiten ist kostenpflichtig (Trustpilot-Kunde berichtet 113 € für nächtlichen Eingriff)
  • Hartes Inkasso-Verhalten bei offenen Rechnungen, inklusive Mail-Sperren und Inkasso-Übergabe bei Beträgen unter 50 €
  • Trustpilot-Bewertungsbasis im niedrigen zweistelligen Bereich, dadurch wenig statistische Aussagekraft
  • Eigene ISO-27001-Zertifizierung des Hosters selbst nicht ausgewiesen (nur des Rechenzentrums)
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